Die Liebe hinter scharfen Zähnen

Ein ruhiges Meer, in dem Menschen baden. Ein Lachen, ein Ruf, eine kleine Unterhaltung. Dann zertrümmert ein Donnergrollen all die Menschenstimmen. Das Wasser spuckt riesige scharfkantige Mäuler aus. Ein Haifisch nach dem anderen durchbricht die spiegelglatte Oberfläche und verschlingt mit starrem Blick alles Leben. Ich sitze wie betäubt unter einem anthrazitfarbenen Himmel und kann nur hilflos zuschauen. Ich bin gelähmt, doch die Angst, die in mir empor kriecht, ätzt mir Löcher in den Bauch. Die Szenerie spielt sich nur in meinem Kopf ab. Ich habe einen Alptraum.
Ein Wimpernschlag zerreißt das Bild und ich finde mich warm zugedeckt in meinem Bett wieder. Nach dem Aufwachen frage ich mich, warum ich von Haifischen träume und was mir mein Unterbewusstsein damit sagen möchte. Die Angst vor dem Tod, die Angst vor dem plötzlichen Verschwinden geliebter Menschen, die Angst vor einer Angst, in der ich mich hilflos fühle. Steigen Urängste in unseren Träumen auf, wenn es uns an Vertrauen mangelt – in uns selbst, ins Leben, in die allmächtige Kraft?
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Kranke Kinder und der Trost von Apfelkuchen

Das kleine Kind hat Fieber. Es will nicht essen. Es will nicht spielen. Es will nicht schlafen. Die Wadenwickelei strengt das Kind an und gegen das Zäpfchen in den Po protestiert es lautstark, rotwangig und tränennass. Ich flüstere Worte, streichle die Stirn, küsse die Wange, trockne die Tränchen und blättere die Bilderbücher, Seite um Seite, erzähle Geschichten von einer kleinen Hexe, Tieren auf dem Bauernhof, einem Jungen, der gern Fußball spielt und einer Zugfahrt zur Oma.
Das kleine Kind schläft, weniger rotwangig und mit viel mehr Frieden im Gesicht. Ich schleiche mich davon. In der Küche koche ich mir einen Tee und starre vorwurfsvoll den Ahornbaum vor meinem Fenster an, dessen Blätter sich immer noch nicht gelb färben wollen. Dabei haben wir schon Mitte Oktober.
Ich kann mit Krankheiten nicht gut umgehen. Es reißt und zerrt an meinen Nerven, wenn die Kinder krank sind. Immer ist die Angst da, dass ich nicht helfen kann, dass nichts genug ist, was ich zu geben vermag, dass ich nicht reiche als Mutter.

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Bedingungslos lieben

Ich liebe dich, wenn … Ich liebe dich, weil … Ab und an frage ich mich, wie sehr unsere Liebe an Bedingungen zu den Menschen, die uns nahestehen, geknüpft ist. Auch wenn uns das oft gar nicht bewusst ist, sendet der Kopf doch manchmal missverständliche Signale an Herz und Bauch. Lieben wir den anderen mehr, wenn wir uns von ihm beschützt, von ihm umsorgt fühlen, wenn wir Komplimente bekommen oder Aufmerksamkeit?

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Älterwerden (Strandgedanken)

Ich liege im Urlaub träge wie eine Katze neben meinem Mann am Strand und hebe ab und an meine Augenlider, um die Menschen zu beobachten. Einer fällt mir besonders auf. Er ist nicht mehr jung und auch nicht schön. Der Mann in der Badehose ist ein blasser, gebückter Greis, der auf einer Krücke gestützt durchs Meer watet. Er ist konzentriert und jeder kleine Schritt, der dem nächsten folgt, wirkt beharrlich. Meine Kinder, kleine Pflänzchen – zart und temperamentvoll, wirbeln neben mir durch den Sand, lachen laut, während sie mit Ostseewasser Matsch anrühren und ich bin irgendwie mittendrin im Älterwerden.

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Wem muss ich gefallen?

Viele Denkanstöße gab mir in den letzten Tagen das Buch “Ich geb auf mich acht” von Geri Scazzero, einer vielbeschäftigten Pastorenehefrau und vierfachen Mutter, die sich auf Grund überhöhter Ansprüche an sich selbst und dem Wunsch, jedem gefallen zu müssen, in die Erschöpfungsfalle katapultierte. Aber wie entsteht dieser Gedanke, gerade in uns Frauen, es anderen unbedingt und immer Recht machen zu müssen, um Bestätigung und Zuwendung zu erhalten?

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Sieben Wochen mit viel Zuversicht

Egal, ob kirchlich aktiv oder nicht, so kann das Fasten vor Ostern eine gute Gelegenheit sein, um sich auf neue Wege zu begeben. In meinem letzten Beitrag über die Zuversicht schrieb ich über jene perfektionistischen Erwartungen, die schnell zu Stolperfallen werden können. Anlass genug, um jene sieben Fastenwochen zu nutzen und mit einem anderen Anspruch an mich selbst durchs Leben zu gehen.

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Perfektionismus ade!

Funktioniert jener Wunsch, zuversichtlich zu sein, wenn der Alltag durch den Wiedereinstieg ins Berufsleben nach der Elternzeit neu durchdacht und strukturiert werden muss und man sich zusätzlich durch Krankheiten der Kinder während der fortdauernden Erkältungssaison oder einem eigenen Infekt, der Sand ins Getriebe streut, eine Tagestaktung überlegen muss, die alle zufriedenstellt? Hinzu kommt ein Ereignis, auf das man sich freut, auf das sich das Kind freut und man möchte dieser Vorfreude unbedingt gerecht werden.

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Der stille Monat Januar – Mehr Zuversicht

Frei nach der jahreszeitlichen Betrachtung, zwingt uns der Januar, mal von sportlichen Winteraktivitäten abgesehen, mit seiner Kälte und dem Frost zum Rückzug in die eigenen vier Wände. Die Einfriedung erlaubt neben der Möglichkeit der Innenschau auch eine gewisse Regeneration. Im Januar wirkt die Natur still, fast tot, aber eine Menge Leben arbeitet bereits verborgen unter Erdoberfläche und bereitet voller Kraft das Erwachen im Frühling vor.

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Zuversicht

Nach einer kleinen Blogpause melde ich mich zurück. Ich habe die letzten Tage fast komplett offline verbracht und die Zeit mit den Kerlen genossen. Was ich als fast genauso schön empfand, waren die stillen Momente, die mir ganz allein gehörten. Meine Akkus, die in den letzten Wochen doch ein wenig an Leistung verloren haben, tragen mich hoffentlich mit Schwung nicht nur über die Jahresschwelle, sondern auch ein weites Stück darüber hinaus. Das ist heute auch mein Thema, denn der 1. Januar symbolisiert für so viele von uns Vorsätze und Pläne, die wir verwirklichen wollen.

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