Älterwerden (Strandgedanken)

Ich liege im Urlaub träge wie eine Katze neben meinem Mann am Strand und hebe ab und an meine Augenlider, um die Menschen zu beobachten. Einer fällt mir besonders auf. Er ist nicht mehr jung und auch nicht schön. Der Mann in der Badehose ist ein blasser, gebückter Greis, der auf einer Krücke gestützt durchs Meer watet. Er ist konzentriert und jeder kleine Schritt, der dem nächsten folgt, wirkt beharrlich. Meine Kinder, kleine Pflänzchen – zart und temperamentvoll, wirbeln neben mir durch den Sand, lachen laut, während sie mit Ostseewasser Matsch anrühren und ich bin irgendwie mittendrin im Älterwerden.

Read more

Wem muss ich gefallen?

Viele Denkanstöße gab mir in den letzten Tagen das Buch “Ich geb auf mich acht” von Geri Scazzero, einer vielbeschäftigten Pastorenehefrau und vierfachen Mutter, die sich auf Grund überhöhter Ansprüche an sich selbst und dem Wunsch, jedem gefallen zu müssen, in die Erschöpfungsfalle katapultierte. Aber wie entsteht dieser Gedanke, gerade in uns Frauen, es anderen unbedingt und immer Recht machen zu müssen, um Bestätigung und Zuwendung zu erhalten?

Read more

Sieben Wochen mit viel Zuversicht

Egal, ob kirchlich aktiv oder nicht, so kann das Fasten vor Ostern eine gute Gelegenheit sein, um sich auf neue Wege zu begeben. In meinem letzten Beitrag über die Zuversicht schrieb ich über jene perfektionistischen Erwartungen, die schnell zu Stolperfallen werden können. Anlass genug, um jene sieben Fastenwochen zu nutzen und mit einem anderen Anspruch an mich selbst durchs Leben zu gehen.

Read more

Perfektionismus ade!

Funktioniert jener Wunsch, zuversichtlich zu sein, wenn der Alltag durch den Wiedereinstieg ins Berufsleben nach der Elternzeit neu durchdacht und strukturiert werden muss und man sich zusätzlich durch Krankheiten der Kinder während der fortdauernden Erkältungssaison oder einem eigenen Infekt, der Sand ins Getriebe streut, eine Tagestaktung überlegen muss, die alle zufriedenstellt? Hinzu kommt ein Ereignis, auf das man sich freut, auf das sich das Kind freut und man möchte dieser Vorfreude unbedingt gerecht werden.

Read more

Der stille Monat Januar – Mehr Zuversicht

Frei nach der jahreszeitlichen Betrachtung, zwingt uns der Januar, mal von sportlichen Winteraktivitäten abgesehen, mit seiner Kälte und dem Frost zum Rückzug in die eigenen vier Wände. Die Einfriedung erlaubt neben der Möglichkeit der Innenschau auch eine gewisse Regeneration. Im Januar wirkt die Natur still, fast tot, aber eine Menge Leben arbeitet bereits verborgen unter Erdoberfläche und bereitet voller Kraft das Erwachen im Frühling vor.

Read more

Zuversicht

Nach einer kleinen Blogpause melde ich mich zurück. Ich habe die letzten Tage fast komplett offline verbracht und die Zeit mit den Kerlen genossen. Was ich als fast genauso schön empfand, waren die stillen Momente, die mir ganz allein gehörten. Meine Akkus, die in den letzten Wochen doch ein wenig an Leistung verloren haben, tragen mich hoffentlich mit Schwung nicht nur über die Jahresschwelle, sondern auch ein weites Stück darüber hinaus. Das ist heute auch mein Thema, denn der 1. Januar symbolisiert für so viele von uns Vorsätze und Pläne, die wir verwirklichen wollen.

Read more

Stille, die der Mensch ist (Blogparade)

Ja, es gibt sie diese Inseln, auch im Zusammenleben mit zwei kleinen, meist wilden Kerlen. Stille ist für mich nicht das Unterbinden von Alltagsgeräuschen, sondern das Schweigen aller Kritiker in mir und das Ausbleiben meiner Angst und meiner Zweifel. Wenn ich in mir ruhe, alles in mir, sich selbst genug ist, dann ist Stille auch eine Art Loslassen.

Read more

Vom Regretting-motherhood-Trauma

Ich bin Mama, ganz und gar, von Kopf bis Fuß. Keine Superglucke, das will ich auch nicht sein. Ich habe Glück und dafür bin ich unendlich dankbar. Ich habe Glück, denn ich kann ihn mit dem ganzen Herzen sagen, diesen einen Satz: “Ich bin gerne Mama.” Es fühlt sich gut an, nicht wie eine Rolle, die mir bei der Geburt der Kinder übergestülpt wurde und die ich nun ausfüllen muss. Ich muss nichts. Ich bin gern Mutter geworden. Die Kinder sind mein größtes Abenteuer. Ich habe mich ganz bewusst für sie entschieden. Es ist nicht immer einfach, dieses Abenteuer. Es verlangt von mir Herzblut, Nervenstärke, Mut und noch so vieles mehr. Und doch belohnt mich jedes Lächeln meiner Kinder. Wie könnte ich etwas bereuen, wenn mich dieses Kinderlachen bis tief auf den Grund meines Herzens berührt?

Read more