Bedingungslos lieben

Ich liebe dich, wenn … Ich liebe dich, weil … Ab und an frage ich mich, wie sehr unsere Liebe an Bedingungen zu den Menschen, die uns nahestehen, geknüpft ist. Auch wenn uns das oft gar nicht bewusst ist, sendet der Kopf doch manchmal missverständliche Signale an Herz und Bauch. Lieben wir den anderen mehr, wenn wir uns von ihm beschützt, von ihm umsorgt fühlen, wenn wir Komplimente bekommen oder Aufmerksamkeit?

Weiterlesen

Emotional verzwickt! Der schmale Grat zwischen Angepasstheit und Authentizität

Ich glaubte jahrelang, vor anderen nur zu genügen, wenn ich ein fröhlich-freundliches Gesicht aufsetze. Wer „schlecht“ drauf ist, wird ausgegrenzt, der passt nicht. Meine Gefühle richteten sich irgendwann gegen mich selbst. Es ist genauso, als wenn man versucht, einen Ball mit aller Kraft unter Wasser zu drücken. Irgendwann schellt er doch nach oben.

Weiterlesen

Älterwerden (Strandgedanken)

Ich liege im Urlaub träge wie eine Katze neben meinem Mann am Strand und hebe ab und an meine Augenlider, um die Menschen zu beobachten. Einer fällt mir besonders auf. Er ist nicht mehr jung und auch nicht schön. Der Mann in der Badehose ist ein blasser, gebückter Greis, der auf einer Krücke gestützt durchs Meer watet. Er ist konzentriert und jeder kleine Schritt, der dem nächsten folgt, wirkt beharrlich. Meine Kinder, kleine Pflänzchen – zart und temperamentvoll, wirbeln neben mir durch den Sand, lachen laut, während sie mit Ostseewasser Matsch anrühren und ich bin irgendwie mittendrin im Älterwerden.

Weiterlesen

Wem muss ich gefallen?

Viele Denkanstöße gab mir in den letzten Tagen das Buch „Ich geb auf mich acht“ von Geri Scazzero, einer vielbeschäftigten Pastorenehefrau und vierfachen Mutter, die sich auf Grund überhöhter Ansprüche an sich selbst und dem Wunsch, jedem gefallen zu müssen, in die Erschöpfungsfalle katapultierte. Aber wie entsteht dieser Gedanke, gerade in uns Frauen, es anderen unbedingt und immer Recht machen zu müssen, um Bestätigung und Zuwendung zu erhalten?

dancing-1245865_1920

Weiterlesen

Zuversicht im März – Ein Resümee

Egal, ob kirchlich aktiv oder nicht, so kann das Fasten vor Ostern eine gute Gelegenheit sein, um sich auf neue Wege zu begeben. In meinem letzten Beitrag über die Zuversicht schrieb ich über jene perfektionistischen Erwartungen, die schnell zu Stolperfallen werden können. Anlass genug, um jene sieben Fastenwochen zu nutzen und mit einem anderen Anspruch an mich selbst durchs Leben zu gehen.

Weiterlesen

Zuversicht im Februar – ein Resümee

Funktioniert jener Wunsch, zuversichtlich zu sein, wenn der Alltag durch den Wiedereinstieg ins Berufsleben nach der Elternzeit neu durchdacht und strukturiert werden muss und man sich zusätzlich durch Krankheiten der Kinder während der fortdauernden Erkältungssaison oder einem eigenen Infekt, der Sand ins Getriebe streut, eine Tagestaktung überlegen muss, die alle zufriedenstellt? Hinzu kommt ein Ereignis, auf das man sich freut, auf das sich das Kind freut und man möchte dieser Vorfreude unbedingt gerecht werden.

Weiterlesen

Zuversicht im Januar – ein Resümee

Frei nach der jahreszeitlichen Betrachtung, zwingt uns der Januar, mal von sportlichen Winteraktivitäten abgesehen, mit seiner Kälte und dem Frost zum Rückzug in die eigenen vier Wände. Die Einfriedung erlaubt neben der Möglichkeit der Innenschau auch eine gewisse Regeneration. Im Januar wirkt die Natur still, fast tot, aber eine Menge Leben arbeitet bereits verborgen unter Erdoberfläche und bereitet voller Kraft das Erwachen im Frühling vor.

Weiterlesen

Zuversicht

Nach einer kleinen Blogpause melde ich mich zurück. Ich habe die letzten Tage fast komplett offline verbracht und die Zeit mit den Kerlen genossen. Was ich als fast genauso schön empfand, waren die stillen Momente, die mir ganz allein gehörten. Meine Akkus, die in den letzten Wochen doch ein wenig an Leistung verloren haben, tragen mich hoffentlich mit Schwung nicht nur über die Jahresschwelle, sondern auch ein weites Stück darüber hinaus. Das ist heute auch mein Thema, denn der 1. Januar symbolisiert für so viele von uns Vorsätze und Pläne, die wir verwirklichen wollen.

Weiterlesen

All Soul’s Night – Über den Umgang mit dem Tod in meiner Kindheit

Während die Halloween-Dekoration, die mancherorts Vorgärten und Haustüren schmückte, nun langsam wieder abgenommen wird und die Kostüme in den Schubladen verschwinden, treibt uns vielleicht schon die Vorfreude auf Weihnachten um. Aber im novembergrauen Monat liegen auch Tage, die den Schleier zwischen den Welten lüften wollen. Die manch einem wirklich unheimlich sind. Totensonntag. Allerseelen. Egal ob wir kirchlich sind oder nicht, der Kalender zählt uns diese Tage auf, während draußen vor dem Fenster, das letzte Blatt des Baums zu Boden gleitet und der Morgennebel sich stumm und kalt über Wiesen und Felder legt.

Weiterlesen

Stille, die der Mensch ist (Blogparade)

Nicolai Jürgensen, Herausgeber des eBooks Stille, die der Mensch ist hat mich gefragt, ob ich Lust habe, bei seiner Blogparade mitzumachen. Ich freue mich darüber und sage: Danke, lieber Nicolai. Diese Herausforderung nehme ich gerne an. Denn ja, dieses Thema ist für mich, eine Mutter von zwei kleinen Jungs, eine kleine Herausforderung. Stille. Wie funktioniert das mit der Innenschau in einem turbulenten Familienalltag?

Weiterlesen