Hör auf, dich mit anderen zu vergleichen und hol dir deine Freude zurück

Früher habe ich diese Mütter, die jeden Tag der Woche nach der Arbeit etwas für ihre Kinder geplant hatten, für ihre schier unerschöpfliche Energie bewundert. Am Montag Kinderturnen, am Dienstag ein Treffen mit Freundin A und deren Kindern, am Mittwoch Zoo, Donnerstag der Schwimmkurs, Freitag mit Freundin B und ihrem Sohn zum Eisessen und abends allein mit Freundin C ins Kino. Samstags geht man mit der Familie in die Stadt zum Shopping und Sonntag lädt man ein paar Bekannte zu sich in den Garten zum Grillen ein. Ist das nicht beeindruckend? Ich bin schon erschöpft, wenn ich diese Woche mit all den Aktivitäten nur durch meinen Kopf rattern lasse. Schiebt man allerdings jenen scheinbar unermüdlichen Antrieb dieser Superfrauen einmal beiseite und schaut bewusst in deren Gesichter, vielleicht sieht man dann auch etwas anderes – eine Spur von Verlorenheit und die ewige Frage, ob man gut genug ist für all das, gut genug für das Leben.

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Wenn erwachsene Kinder den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen – Schritte zur Heilung

Immer wieder lese ich von Kontaktabbrüchen zwischen erwachsenen Kindern und ihren Eltern. Vera, 42 Jahre, hält es nicht mehr aus, dass ihre Mutter sie ständig bevormundet, obwohl sie längst selbst verheiratet ist und eigene Kinder bekommen hat. Markus konnte es seinem Vater nie Recht machen. Statt lobenden Worten hörte er stets nur Kritik. Markus fühlt sich auch heute noch nicht gut genug, obwohl er inzwischen erfolgreich eine eigene Firma leitet. Natalies Mutter flieht vor jedem Konflikt mit ihrer Tochter. Ihr Missfallen zeigt sie Natalie mit Schweigen. Sie spricht lieber mit Außenstehenden über die Probleme in der Mutter-Tochter-Beziehung als sich mit Natalie an einen Tisch zu setzen. Andreas Vater redet ständig nur von sich, bauscht jede Sorge auf und verliert sich in Negativität. Andrea fühlt sich überhaupt nicht wahrgenommen. Das sind nur einige Beispiele, die eine ungesunde Beziehung zwischen erwachsenen Kindern und ihren Eltern zeigen. Es sind die Schatten der Vergangenheit, die sich auf die Gegenwart gelegt haben und auch fortbestehen werden, wenn die alten Muster nicht gelöst werden.

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Schwierige Beziehungen entlasten – Sich von Erwartungen lösen

“Ich habe gedacht, du würdest dich eher mal melden!” “Das hättest du ruhig anders sagen können. Ich dachte, du liebst mich!” “Nie, nie hätte ich gedacht, dass du dich mal so verhalten würdest!” “Warum hast du denn bloß keine Zeit dafür?” “Alles andere scheint dir ja wichtiger zu sein.” “Ich bin so unendlich enttäuscht von dir!”  Den einen oder anderen Satz haben wir vielleicht schon mal gehört. Vielleicht haben wir ihn auch selbst gedacht. Wir fühlen uns verletzt oder verletzten einander, weil wir eine Erwartung haben oder mit Erwartungen konfrontiert werden, die nicht erfüllbar sind. Grenzüberschreitungen unter Verwandten, Freunden, Liebenden, Kollegen und Nachbarn, Grenzüberschreitungen, bei den wir uns nicht wohl fühlen, werden eingefordert oder wir fordern sie ein, damit es uns in irgendeiner Weise besser geht, den anderen aber durchaus belasten oder überfordern kann. Meist ist die Erwartung von vornherein mit einer Enttäuschung verknüpft. Entsteht sie doch aus einem Verlangen, welches das Gegenüber in eine Pflicht nimmt. In der Erwartung steckt nicht die liebevolle Botschaft eines Wunsches oder einer Bitte. Die Erwartung berechnet und sie rechnet ab. Sie macht unfrei. Denn mit Erwartungshaltungen drängt man sich selbst in die Opferrolle.

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Der Säbelzahntiger im Kopf – Vom Umgang mit der Angst

Das Empfinden von Angst schützt uns seit jeher vor Gefahren. Allerlei körperliche Reaktionen folgen dem Gefühl der Bedrohung. Bei den meisten klopft das Herz schneller, andere fangen an zu schwitzen und zu zittern oder reagieren mit Übelkeit. Der Mund wird trocken. Die Brust schmerzt. Es sind die natürlichen Symptome mit denen der Körper antwortet, um mehr Energie für Flucht aus dem Gefahrenszenario oder für den vermeintlichen Kampf bereit zu stellen. Der beschleunigte Herzschlag regt die Durchblutung der Muskulatur an. Das Zittern dient der Anspannung der Skelettmuskulatur und bereitet auf die körperlich Aktivität vor. Uns wird übel, weil die Verdauungsfunktion gehemmt wird, denn die Energie wird an anderer Stelle gebraucht. Das alles sind ganz normale Reaktionen des Körpers – seit Urzeiten, als wir einzig mit Fellen bekleidet und mit Knüppeln bewaffnet durch Wälder und Steppen zogen.

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Die Kraft der Gedanken – ein achtsamer Umgang mit uns selbst

Du bist, was du denkst, heißt es. “Unser Leben ist das Produkt unser Gedanken”, sagte einst Marc Aurel. Aber warum bekommen wir eigentlich nicht von Kindesbeinen an beigebracht, dass es auch in unserer Macht steht, dieses Denken ganz gezielt zu beeinflussen? Mit dem Tag unser Geburt verweben sich Muster in uns, durch Erfahrungen und Erziehung. Ein oft in der Kindheit gehörter Satz voller Negativität, kann sich derart manifestieren, dass er für uns zum Glaubenssatz wird. Ein Vorwurf durch Mutter oder Vater, ein unbedachtes Wort von Freunden rumort in uns, vielleicht nur unterschwellig, aber vielleicht verwandeln sich die Worte auch irgendwann, kratzen an uns oder türmen sich in unseren Köpfen zu einer gnadenlosen Selbstanklage auf.

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PMS: Last, Chancen und Auswege

Beatrice Confuss ruft zur Blogparade auf: Wenn Mama durchdreht – PMS. Ein ernstzunehmendes Thema über ein Befinden, das eigentlich kein Mensch braucht und das doch so wenig diskutiert wird. Also lasst uns Tacheles reden. PMS bedeutet Prämenstruelles Syndrom oder wie in meinem Fall Psyche – Migräne – Schlafstörungen. Vor der Geburt des zweiten Kindes hatte ich an den Tagen vor den Tagen meist nur mit Migräne zu kämpfen, danach wuchs ein handfestes allmonatlich wiederkehrendes Gefühlschaos daraus, welches von diversen anderen Symptomen begleitet wurde.
“Ach, du hast wohl deine Tage?”

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Von Drachen und Lebenslüften

Jeder Mensch kommt mit einer Leidenschaft, einer Bestimmung zur Welt. Jeder hat einen Antrieb im Gepäck, einen bunten Drachen, den er in die Lebenslüften steigen lassen möchte. Vielleicht sind es sonderbare Dinge, wie die Vorliebe für das Züchten von violettem Gemüse. Vielleicht sind das großartige Dinge, wie das Kämpfen für eine bessere Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf oder einen fairen Mindestlohn. Vielleicht sind es handwerkliche Dinge, wie das Schreinern eines Tisches oder kreative Dinge, wie das Malen von Bildern oder das Einrichten gemütlicher Räume. Vielleicht ist es das Sammeln von Gedichten, vielleicht ist es das Erkunden der Welt zu Fuß, vielleicht ist es das Fotografieren von Landschaften, vielleicht ist es das Verwandeln alter Dinge in neue.

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Veränderungen

Der alte Schrank ist morsch geworden. Die Schubladen klemmen ständig und die Tür kreischt beim Öffnen und Schließen. Die Kleiderstange hat sich krumm gehangen von der Last meiner Sachen. Es ist zu eng da drinnen, zu dunkel und zu stickig. Und wo kommen eigentlich die Löcher in meinem Pullover her?

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Die Liebe hinter scharfen Zähnen

Ein ruhiges Meer, in dem Menschen baden. Ein Lachen, ein Ruf, eine kleine Unterhaltung. Dann zertrümmert ein Donnergrollen all die Menschenstimmen. Das Wasser spuckt riesige scharfkantige Mäuler aus. Ein Haifisch nach dem anderen durchbricht die spiegelglatte Oberfläche und verschlingt mit starrem Blick alles Leben. Ich sitze wie betäubt unter einem anthrazitfarbenen Himmel und kann nur hilflos zuschauen. Ich bin gelähmt, doch die Angst, die in mir empor kriecht, ätzt mir Löcher in den Bauch. Die Szenerie spielt sich nur in meinem Kopf ab. Ich habe einen Alptraum.
Ein Wimpernschlag zerreißt das Bild und ich finde mich warm zugedeckt in meinem Bett wieder. Nach dem Aufwachen frage ich mich, warum ich von Haifischen träume und was mir mein Unterbewusstsein damit sagen möchte. Die Angst vor dem Tod, die Angst vor dem plötzlichen Verschwinden geliebter Menschen, die Angst vor einer Angst, in der ich mich hilflos fühle. Steigen Urängste in unseren Träumen auf, wenn es uns an Vertrauen mangelt – in uns selbst, ins Leben, in die allmächtige Kraft?
[…]

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