Baba Dunjas letzte Liebe von Alina Bronsky (Rezension)

Baba Dunja lebt mit einer kleinen Gruppe Zurückgekehrter in einem verstrahlten Gebiet, das nach einem Reaktorunfall zur Todeszone erklärt wurde. Der fiktive Schauplatz des Romans, das Dorf Tschernowo, erinnert nicht nur zufällig an Tschernobyl. Die Figuren sind Gleichgesinnte, die eine vergangene Welt wieder auferstehen lassen. Es sind Menschen, die hier ihre Heimat gefunden haben und sich keinen anderen Platz zum Leben vorstellen können.

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Wo die ungesagten Worte bleiben – Marie Jansen (Rezension)

Die Architektin Sabine Beck verschlägt ein Auftrag nach Frankreich. Das abgelegene Château in den Wäldern Paimponts ist ein einsamer und sagenumwobener Ort. Doch nicht die Legenden von Artus und Merlin sind es, die der Architektin ihre Arbeit erschweren. Die Geschichte um die Familie des Hauses in den Tagen des Zweiten Weltkrieges sorgt noch in der Gegenwart dafür, dass Sabine nicht nur während der Sanierungsmaßnahmen immer wieder Steine in den Weg gelegt werden, sondern dass auch die beiden Männer, die sich um ihr Herz bemühen, bald eine tragische Wahrheit erfahren müssen.

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Belgravia von Julian Fellowes (Rezension)

Brüssel, 1815. Am Vorabend der Entscheidungsschlacht Napoleons bei Waterloo versammeln sich beim berühmten Ball der Duchess von Richmond die Reichen und Schönen des Landes. Aber nicht nur die Oberschicht wird zum Tanz gebeten, sondern auch der ehrgeizige Geschäftsmann James Trenchard und seine Familie. Die Einladung hat er allerdings nicht unbedingt seinen findigen Ideen zu verdanken, die Armee immer wieder mit notwendigen Gütern zu versorgen, sondern vor allem seiner liebreizenden Tochter Sophia, die mehr als nur in Freundschaft mit dem Neffen der Gastgeberin, Edmund Bellasis, verbunden ist. Die beiden hüten ein Geheimnis, welches über ihren Tod hinaus für Furore sorgen wird.

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Träume wie Sand und Meer von Beatriz Williams (Rezension)

Es ist ein heißer Sommertag im Jahr 1966, als Tiny, die im Ferienhaus auf Cape Code, die Rückkehr ihres Ehemanns Frank aus Washington erwartet, einen Erpresserbrief erhält. Ein Fehler aus der Vergangenheit bedroht nicht nur ihre Ehe, sondern auch die politische Karriere ihres Mannes, der mitten im Wahlkampf zum Kongressabgeordneten steckt. Frank Hardcastle kehrt nicht allein von seiner Reise zurück. Neben Tinys Schwester Pepper, zu der sie in einem zwiespältigen Verhältnis steht, wird sie plötzlich mit einer Person aus ihrer Vergangenheit konfrontiert: Caspian, gerade aus Vietnam zurückgekehrt, ist nicht nur Franks Cousin, sondern auch Tinys ehemaliger Liebhaber.

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Brave New Girl – Wie wir furchtlos werden von Lou Hamilton (Buchrezension)

Loszulassen, fühlt sich für Lou Hamilton beängstigend an, als ihre Tochter Ruby May die Schule abschließt und sich aufmacht, die Welt zu erkunden. Doch anstatt, sie mit ihren Befürchtungen einzuschränken, macht sie ihr Mut, ihren Weg zu gehen. Das Brave New Girl wird geboren. Lou Hamilton beginnt eine Figur zu zeichnen, die sich ihren Ängsten stellt, die ihr Leben lebt und ihren Leidenschaften folgt. Letztendlich wird das Brave New Girl der kreativen Autorin jenen kraftvollen Freiraum verschaffen, der Furcht und Zweifel zu Randfiguren degradiert.

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Der Traum der drei Bäume von Angela E. Hunt (Buchrezension)

Kurz vor Weihnachten kommt noch eine Buchempfehlung, die thematisch den Kern des Festes aufgreift. „Der Traum der drei Bäume“ besitzt eine spirituelle Tiefe, die nicht nur Kinderherzen, denn dieses Buch ist in den Reihen der Kinder- und Jugendbücher zu Hause, zu berühren vermag, sondern jedes Herz, das an die heilende Kraft der Liebe glaubt.

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Im Hause Longbourn von Jo Baker (Buchrezension)

„Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit“, dass Jane Austen zu den Großen der Weltliteratur gehört. Auch ist es nicht verwunderlich, dass ihre Werke auch nach 200 Jahren nichts von ihrem Zauber eingebüßt haben und immer noch Schriftsteller inspirieren, auf den Pfaden von Austens Protagonisten zu wandeln und sie unter anderem Namen und an anderen Orten wiederauferstehen zu lassen. Die Autorin Jo Baker reist mit „Im Hause Longbourn“ zurück in die Zeit von „Stolz und Vorurteil“, dem wohl beliebtesten Werk von Jane Austen, allerdings nicht, um die Irrungen und Wirrungen der Elizabeth Bennet und ihres Mr. Darcys erneut zu thematisieren, sondern um einen Blick hinter die Kulissen von Longbourn zu werfen. Jo Baker gibt dem Dienstpersonal der Familie Bennet ein überaus lebendiges Gesicht.

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Das 10-Minuten-Projekt von Chiara Gamberale (Buchrezension)

Chiara Gamberale war für mich eine literarische Unbekannte, was wohl daran lag, dass nur eins ihrer Bücher bisher ins Deutsche übersetzt wurde. Mit „Das 10-Minuten-Projekt“ weiß die italienische Autorin zu überzeugen und beschenkt uns nicht nur mit ein paar vergnüglichen Lesestunden, sondern packt obendrauf eine therapeutische Hilfe, welche, wenn wir es wagen, absolut alltagstauglich ist.

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