Hin- und weggeschmökert: Mein Herz ist eine Insel von Anne Sanders

Mit dem Scheitern ihrer Beziehung verliert Isla Grant nicht nur ihren langjährigen Partner, sondern auch ihren Job und ihre Wohnung. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als zurück nach Hause zu kehren. Auf die winzige Insel Bailevar, an der Westküste Schottlands, hat sie seit sechs Jahren keinen Fuß mehr gesetzt. Immer wieder ist sie vor ihrer Vergangenheit davongerannt. Doch nun scheint die Zeit gekommen, sich schmerzhaften Erinnerungen zu stellen. Isla kämpft mit sich und die Begegnung mit ihrer Jugendliebe bringt sie zusätzlich durcheinander. Sie fühlt sich immer noch zu Finn hingezogen. Einzig Shona, die eine Art Ersatzgroßmutter für Isla ist, gibt ihr Trost und Halt. Aber auch Shona, die andere immer wieder mit ihrem sonnigen Gemüt und frechen Sprüchen bezaubert, hütet ein Geheimnis.

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Baba Dunjas letzte Liebe von Alina Bronsky (Rezension)

Baba Dunja lebt mit einer kleinen Gruppe Zurückgekehrter in einem verstrahlten Gebiet, das nach einem Reaktorunfall zur Todeszone erklärt wurde. Der fiktive Schauplatz des Romans, das Dorf Tschernowo, erinnert nicht nur zufällig an Tschernobyl. Die Figuren sind Gleichgesinnte, die eine vergangene Welt wieder auferstehen lassen. Es sind Menschen, die hier ihre Heimat gefunden haben und sich keinen anderen Platz zum Leben vorstellen können.

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Das zweite Gesicht von Rachel Urquhart (Rezension)

Man schreibt das Jahr 1842. Die Familie Kimball lebt auf einer heruntergewirtschafteten Farm in Massachusetts. Unter ihrem trunksüchtigen, brutalen Vater haben die Kinder Polly und Ben sowie deren Mutter May sehr zu leiden. Sie leben in ständiger Angst vor den Gewalttaten des stets unzufriedenen Mannes. Eines Abends erträgt die 15-jährige Polly die Demütigungen nicht mehr. Sie zündet die Farm an und lässt den betrunkenen, schlafenden Vater zurück. Mit ihrem Bruder kommt sie in einer strengreligiösen Shaker-Gemeinde unter. Aber trotz aller Hoffnung, scheint sie auch hier keinen Ort des Friedens zu finden.

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Ich geb auf mich acht von Geri Scazzero (Rezension)

Heute ist Welttag des Buches. Ich feiere das Lesen mit einem für mich ganz besonderen und ermutigenden Buch. Es ist die wahre Geschichte einer Frau, die stets versucht, es allen und jedem recht zu machen. Sie ist hoch engagiert und stellt ihre Bedürfnisse immer hinter die von anderen. Dabei verliert sie sich selbst. Geri Scazzero muss über ihre Grenzen gehen und dabei tief fallen, ehe sie erkennt, dass jene überaus perfektionistischen Ansprüche an sich als Mensch, Pastorenehefrau, Gründungsmitglied einer New Yorker Gemeinde und zudem Mutter von vier Töchtern, niemals dazu führen werden, zu sich selbst JA zu sagen.

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Ein Dorf zum Verlieben von Dorothea Böhme (Rezension)

Wanda hat ihre Jugendliebe Richard nie vergessen können. Seit er vor vielen Jahren mit seinen Eltern aus Osterbüren, einem kleinen Dorf bei Münster, fortzog, hat sie nichts mehr von ihm gehört. Unzählige Briefe blieben unbeantwortet und Wanda litt lange Zeit unter der Trennung. Da ist es kein Wunder, dass ein ganzes Dorf sich verbündet, als Richard plötzlich wieder auftaucht und die Urlaubsvertretung des ortsansässigen Arztes übernimmt. Richard und Wanda dürfen sich in dieser Zeit nicht begegnen, damit alte Wunden nicht aufreißen. Doch kann das wirklich funktionieren?

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Die Bücherei am Ende der Welt von Felicity H. McCoy (Rezension)

Zutiefst verletzt von der jahrelangen Affäre ihres Mannes zieht Hanna zurück ins heimatliche Irland. Die Arbeit in der Leihbücherei und die Fahrten mit dem Bücherbus über die Dörfer werden zu einem Anker. Allerdings zermürbt die über 50 jährige Frau zusehends das Verhältnis zu ihrer Mutter, bei der sie seit ihrer Scheidung lebt. Hanna fühlt sich noch immer bevormundet von jener Frau, die sie offen als „Idiotin“ bezeichnet. Endlich möchte sie auf eigenen Beinen stehen. Das baufällige Cottage, welches Hanna einst von ihrer Großtante Maggie erbte, verlockt sie, sich endlich ein eigenes Nest zu schaffen. Doch dafür wird sie ein wenig Hilfe brauchen.

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Das Erbe von Carreg Cottage von Constanze Wilken (Rezension)

Gerade als Lilian ihr kleines Café an der schottischen Küste schließen muss, weil ihr die finanziellen Mittel fehlen, vererbt ihr ein unbekannter Gönner ein Cottage in Nordwales. Die einzige Bedingung ist, das halb verfallene Haus wieder zu dem zu machen, was es einst war: eine Raststätte und Unterkunft für Pilger, die sich auf der Reise zur mystischen Insel Bardsey befinden. Lilian merkt bald, dass sie mehr mit diesem Ort verbindet…

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Wo die ungesagten Worte bleiben – Marie Jansen (Rezension)

Die Architektin Sabine Beck verschlägt ein Auftrag nach Frankreich. Das abgelegene Château in den Wäldern Paimponts ist ein einsamer und sagenumwobener Ort. Doch nicht die Legenden von Artus und Merlin sind es, die der Architektin ihre Arbeit erschweren. Die Geschichte um die Familie des Hauses in den Tagen des Zweiten Weltkrieges sorgt noch in der Gegenwart dafür, dass Sabine nicht nur während der Sanierungsmaßnahmen immer wieder Steine in den Weg gelegt werden, sondern dass auch die beiden Männer, die sich um ihr Herz bemühen, bald eine tragische Wahrheit erfahren müssen.

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Belgravia von Julian Fellowes (Rezension)

Brüssel, 1815. Am Vorabend der Entscheidungsschlacht Napoleons bei Waterloo versammeln sich beim berühmten Ball der Duchess von Richmond die Reichen und Schönen des Landes. Aber nicht nur die Oberschicht wird zum Tanz gebeten, sondern auch der ehrgeizige Geschäftsmann James Trenchard und seine Familie. Die Einladung hat er allerdings nicht unbedingt seinen findigen Ideen zu verdanken, die Armee immer wieder mit notwendigen Gütern zu versorgen, sondern vor allem seiner liebreizenden Tochter Sophia, die mehr als nur in Freundschaft mit dem Neffen der Gastgeberin, Edmund Bellasis, verbunden ist. Die beiden hüten ein Geheimnis, welches über ihren Tod hinaus für Furore sorgen wird.

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