Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen von Abbi Waxman (Rezension)

Als Lilian von ihrer Firma gebeten wird, sich für einen Gärtnerkurs anzumelden, um eine Ratgeberreihe rund ums Beet zu illustrieren, reagiert die junge Witwe und Mutter zweier kleiner Mädchen aufgeschlossen und bringt neben ihren Töchtern auch gleich ihre quirlige Schwester mit zum Unterricht. Lilian ahnt nicht, dass der Kursleiter ihr nicht nur das Gärtnern beibringen wird, sondern auch längst verschüttete Emotionen in ihr wachruft.

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Die verbotene Zeit von Claire Winter (Rezension)

London im Oktober 1975. Carla kann sich nach einem Autounfall nicht mehr an die letzten Monate ihres Lebens erinnern. Ihr Mann und ihr Vater verhalten sich merkwürdig und scheinen etwas vor ihr verbergen zu wollen. Die Begegnung mit dem Journalisten David Grant weckt in Carla nicht nur widersprüchliche Gefühle, sondern bringt sie auch auf eine Spur zurück, die sie mit großer Beharrlichkeit vor ihrem Unfall verfolgte. Die junge Frau möchte unbedingt erfahren, was mit ihrer Schwester Anastasia passierte, die vor 16 Jahren an Cornwalls Küste spurlos verschwand. Carla begibt sich auf eine Suche, die sie ins Berlin der Dreißigerjahre zurückführt.

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Frühstück mit Meerblick von Debbie Johnson (Rezension)

Lauras Mann ist vor zwei Jahren bei einem Unfall gestorben. Die fünfunddreißigjährige Mutter bleibt mit ihrer Tochter Lizzie und ihrem Sohn Nate zurück. Das Geld reicht gerade so zum Leben, aber es ist nicht genug für einen Familienurlaub übrig. Spontan nimmt Laura einen Ferienjob an und zieht mit ihren recht mürrischen pubertierenden Kindern aus dem Großstadtlärm Manchesters in ein kleines Cottage, das eingebettet in der idyllischen Landschaft Dorsets liegt. Während ihrer Arbeit im Comfort Food Café beginnt Laura sich langsam wieder dem Leben zuzuwenden, was nicht nur an der wohlwollenden Café-Besitzerin und ihren Gästen liegt, sondern auch an dem attraktiven Tierarzt Matt.

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Kann uns die Liebe retten? (Philosophie Magazin Nr. 04/2017)

Vielleicht ist dies eine der größten Fragen, die uns Menschen zeitlebens umtreibt: Kann uns die Liebe retten? Das Philosophie Magazin greift jenes Schwergewicht-Thema in der aktuellen Ausgabe mutig auf. Schon im Editorial besticht Chefredakteur Wolfram Eilenberger mit einer klugen Überlegung, in dem er zwei Sätze gegenüberstellt, die uns einzeln sprachlos, ja hilflos machen, doch in ihrer Vereinigung, in einer Antwort auf den anderen Ausruf, einen Rettungsanker hinwerfen, welcher uns die Angst nicht mehr als bodenlos empfinden lässt.

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Hin- und weggeschmökert: Mein Herz ist eine Insel von Anne Sanders

Mit dem Scheitern ihrer Beziehung verliert Isla Grant nicht nur ihren langjährigen Partner, sondern auch ihren Job und ihre Wohnung. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als zurück nach Hause zu kehren. Auf die winzige Insel Bailevar, an der Westküste Schottlands, hat sie seit sechs Jahren keinen Fuß mehr gesetzt. Immer wieder ist sie vor ihrer Vergangenheit davongerannt. Doch nun scheint die Zeit gekommen, sich schmerzhaften Erinnerungen zu stellen. Isla kämpft mit sich und die Begegnung mit ihrer Jugendliebe bringt sie zusätzlich durcheinander. Sie fühlt sich immer noch zu Finn hingezogen. Einzig Shona, die eine Art Ersatzgroßmutter für Isla ist, gibt ihr Trost und Halt. Aber auch Shona, die andere immer wieder mit ihrem sonnigen Gemüt und frechen Sprüchen bezaubert, hütet ein Geheimnis.

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Baba Dunjas letzte Liebe von Alina Bronsky (Rezension)

Baba Dunja lebt mit einer kleinen Gruppe Zurückgekehrter in einem verstrahlten Gebiet, das nach einem Reaktorunfall zur Todeszone erklärt wurde. Der fiktive Schauplatz des Romans, das Dorf Tschernowo, erinnert nicht nur zufällig an Tschernobyl. Die Figuren sind Gleichgesinnte, die eine vergangene Welt wieder auferstehen lassen. Es sind Menschen, die hier ihre Heimat gefunden haben und sich keinen anderen Platz zum Leben vorstellen können.

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Das zweite Gesicht von Rachel Urquhart (Rezension)

Man schreibt das Jahr 1842. Die Familie Kimball lebt auf einer heruntergewirtschafteten Farm in Massachusetts. Unter ihrem trunksüchtigen, brutalen Vater haben die Kinder Polly und Ben sowie deren Mutter May sehr zu leiden. Sie leben in ständiger Angst vor den Gewalttaten des stets unzufriedenen Mannes. Eines Abends erträgt die 15-jährige Polly die Demütigungen nicht mehr. Sie zündet die Farm an und lässt den betrunkenen, schlafenden Vater zurück. Mit ihrem Bruder kommt sie in einer strengreligiösen Shaker-Gemeinde unter. Aber trotz aller Hoffnung, scheint sie auch hier keinen Ort des Friedens zu finden.

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