Unwiderstehlich von Adam Alter (Rezension)

Im Jahr 2008 verbrachte ein Erwachsener etwa 18 Minuten mit seinem Handy. Einige Jahre später hat sich diese Zeit verzehnfacht. Der Durchschnittsnutzer starrt inzwischen drei Stunden oder länger pro Tag auf sein Smartphone. Das sind immerhin über 1000 Stunden pro Jahr. Smartphones fressen unsere Lebenszeit. Wir können uns den Alltag ohne sie nicht mehr vorstellen. Die Technik beeinflusst beinah jeden Berufszweig, im Privatleben ist sie nicht mehr wegzudenken. Doch irgendwie hat sie uns auch überrollt. Wir sind süchtig nach ihr, nach den Plattformen, die mit Likes unser Belohnungssystem füttern, nach all dem Blinken und Piepsen, das unsere Antwort erzwingt. “Unwiderstehlich” nennt das der Sozialpsychologe Adam Alter. In seinem Buch geht er den Verhaltenssüchten auf den Grund und beleuchtet neben der Abhängigkeit vom Mobiltelefon, von Social-Media-Kanälen, vom Online-Shopping ebenso die Fitness-Sucht, die Arbeitssucht, den exzessiven Serienkonsum und die Sucht nach Spielen wie World of Warcraft.

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Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand (Rezension)

“Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand” ist ein überaus hoffnungsvolles Buch über Neuanfänge und das schönste und größte aller Gefühle. Glenn Dixons biografische Schreibe, die sich wie ein Netz um den Kern aus der dramatischen Verbindung zwischen Romeo und Julia legt, katapultiert Shakespeare in die Moderne und macht ihn als Empathen gegenwärtig. Der Lehrer Glenn wird durch seine Leidenschaft für das Shakespeare-Drama für seine Schüler, von denen er immer wieder berichtet, zum Transformator ihrer eigenen Gefühle. Mit “Romeo und Julia” hilft er ihnen sich selbst und ihre Bedürfnisse besser zu verstehen. 

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Der Kaktus von Sarah Haywood (Rezension)

Susan Green liebt neben ihrer Kakteenzucht große Zahlen und kleine Buchstaben. Mit Gefühlen kann die fünfundvierzig jährige Versicherungsmathematikerin nicht viel anfangen. Als ihre Mutter stirbt, ihr Bruder im Elternhaus Chaos zu stiften droht und ihr zudem klar wird, dass die anhaltende Übelkeit nicht von verdorbenem Essen kommt, erkennt Susan mit einem Mal, dass sie nicht alles im Leben kontrollieren kann.

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Zufälle: Das Leben ist wunderbar – Brigitte Werner (Rezension)

Als Brigitte Werner von ihrem Verleger gebeten wird, ein Jahr lang die Kolumne für die Zeitschrift a tempo zu schreiben, sträubt sich erst einmal alles in ihr. Die regelmäßigen monatlichen Abgabetermine erzeugen ungeahnten Druck. Außerdem fragt sie sich, wer ihren “Kram schon lesen” will? Und über welches Thema soll sie überhaupt schreiben? Die Antwort, die Brigitte Werner vom Verlag erhält, lässt ihr Kopfkino verstummen. Mit Zufällen kennt sich die Autorin bestens aus. Schon als Kind liebte sie die kleinen und großen schicksalshaften Begegnungen mit dem wunderbaren Leben.

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Grüß Gott! Da bin ich wieder! – Karl Marx in der Karikatur (Rezension)

Verehrt oder verteufelt, idealisiert oder belächelt – an Karl Marx kommt keiner vorbei. Dass Old Charlie weitaus mehr ist als nur ein Relikt aus einem Stück Zeitgeschichte, zeigt der Eulenspiegel Verlag mit seiner Neuauflage von “Grüß Gott! Da bin ich wieder!”. Pünktlich zum 200. Geburtstag von Karl Marx präsentiert der Band ein Sammelsurium von rund 600 Karikaturen, die über das philosophische Werk hinausgehen und den Charakterkopf auch von seiner privaten Seite zeigen.

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Zwischen dir und mir das Meer (Rezension)

Wenn Lena nicht gerade den alten Damen im Hospiz die Nägel rot lackiert, spaziert sie am Strand von Amrum entlang. Hier hält sie nach Meerglas Ausschau, das sie zu Schmuck verarbeitet. Eines Morgens hebt sie jedoch keine Schätze aus der Nordsee, sondern läuft einem Italiener in die Arme. Matteo ist nicht nur äußerst charmant, mit einem tiefen Blick aus seinen seltsamen hellgrünen Augen verursacht er bei Lena Herzklopfen. Doch Matteo verschwindet ebenso plötzlich, wie er aufgetaucht ist. Zurück lässt er nur eine Mappe mit Bildern von Lenas Mutter. Darauf ist Mariella in Italien als junge Frau zu sehen, so lebensfroh wie ihre eigene Familie sie nie gekannt hat. Gemeinsam mit ihrer Schwester Zoe begibt sich Lena auf Spurensuche an die Amalfiküste, um endlich etwas über die Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren, die vor zwanzig Jahren beim Schwimmen ertrank.

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Mitte 40, fertig, los – Franka Bloom (Rezension)

Mit 44 Jahren gerät Rikes Leben katastrophal aus den Fugen. Vom Mann betrogen und verlassen, der pubertäre Sohn ist beim Auszug ebenfalls verschwunden, pleite, arbeitslos und ohne Dach über dem Kopf, muss Rike notgedrungen wieder bei ihrer kürzlich verwitweten Mutter einziehen. Im Kinderzimmer hat sich nichts verändert. Auf dem Schreibtisch liegt neben der Einladung zum Klassentreffen, die Rike sorgsam ignoriert, sogar noch eine alte Bravo. Soll das jetzt wirklich ihr Leben sein, von dem sie sich eigentlich so viel erhofft hatte?

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Unsere Jahre in Miller's Valley – Anna Quindlen (Rezension)

Was bedeutet Heimat? Genau das fragt sich die elfjährige Mimi Miller, als sie erfährt, dass der kleine Ort, in dem sie aufwächst, geflutet werden soll. Seit Generationen leben die Millers hier und haben sich mehr oder weniger mit den Hochwassereinbrüchen im Tal arrangiert. Während sich ein Großteil der Dorfgemeinschaft gegen die Beschlüsse der Regierung zu wehren versucht, Miller’s Valley in ein Naherholungsgebiet zu verwandeln, stößt Mimi bei den Recherchen für ein Schulprojekt auf gute Gründe für eine Evakuierung.

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