Die Liebe hinter scharfen Zähnen

Ein ruhiges Meer, in dem Menschen baden. Ein Lachen, ein Ruf, eine kleine Unterhaltung. Dann zertrümmert ein Donnergrollen all die Menschenstimmen. Das Wasser spuckt riesige scharfkantige Mäuler aus. Ein Haifisch nach dem anderen durchbricht die spiegelglatte Oberfläche und verschlingt mit starrem Blick alles Leben. Ich sitze wie betäubt unter einem anthrazitfarbenen Himmel und kann nur hilflos zuschauen. Ich bin gelähmt, doch die Angst, die in mir empor kriecht, ätzt mir Löcher in den Bauch. Die Szenerie spielt sich nur in meinem Kopf ab. Ich habe einen Alptraum. Ein Wimpernschlag zerreißt das Bild und ich finde mich warm zugedeckt in meinem Bett wieder. Nach dem Aufwachen frage ich mich, warum ich von Haifischen träume und was mir mein Unterbewusstsein damit sagen möchte. Die Angst vor dem Tod, die Angst vor dem plötzlichen Verschwinden geliebter Menschen, die Angst vor einer Angst, in der ich mich hilflos fühle. Steigen Urängste in unseren Träumen auf, wenn es uns an Vertrauen mangelt - in uns selbst, ins Leben, in die allmächtige Kraft? [...] Read more