Der Ruf der Bäume von Tracy Chevalier (Buchrezension)

Als James Goodenough mit seiner Familie nach Ohio, in den Black Swamp, übersiedelt, fühlt es sich für seine hochschwangere Frau Sadie so an, als wäre sie gestrandet. Während am Sumpffieber im Laufe der Jahre die Hälfte ihrer Kinder stirbt, verfällt Sadie dem selbsternannten Missionar und Baumhändler John Chapman sowie dessen Applejack. Nur James und der jüngste Sohn Robert finden in der Kultivierung von Apfelbäumen eine Aufgabe, die sie mit einer Leidenschaft verfolgen, welche vor allem bei James bald zur Besessenheit wird. Denn er weiß, dass es fünfzig Obstbäume sein müssen, damit er endlich Anspruch auf das Stück Land erheben kann, dass er einst gezähmt hat.

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Als wir Töchter waren von Nicci Gerrard (Buchrezension)

Edie ist gerade 16 Jahre alt und frisch verliebt als sich ihr Vater das Leben nimmt. Sie gibt sich die Schuld daran und trennt sich aus lauter Verzweiflung von ihrer ersten großen Liebe Ricky. Zweiundzwanzig Jahre später, Edie ist verheiratet und hat drei Kinder, stirbt ihre Mutter bei einem Autounfall. Edie und ihre beiden Schwestern kommen für ein paar Tage zusammen, um die Trauerfeier vorzubereiten. Eine unerwartete Entdeckung in den Unterlagen ihrer Mutter, scheint den Blick auf die Vergangenheit zu verändern.

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Wo ist das Christkind geblieben? von Frank McCourt – Kinderbuchliebling

Passend zum ersten Advent möchte ich euch heute eine Weihnachtsgeschichte vom Meistererzähler Frank McCourt vorstellen. Bekannt wurde er durch den Bestseller „Die Asche meiner Mutter“, in dem er seine Kindheit und Jugend in Irland beschreibt und verarbeitet. Mit „Wo ist das Christkind geblieben“ reist Frank McCourt ein weiteres Mal in die Vergangenheit seiner Familie.

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Familie: Zuflucht oder Zumutung? (Philosophie Magazin)

Ich halte mein erstes Philosophie Magazin in den Händen und das aus gutem Grund. Die aktuelle Ausgabe hat sich dem Thema Familie verschrieben. Es wird kontrovers diskutiert und der Frage nachgespürt, die manch einen gerade in der Vorweihnachtszeit in Hinblick auf eine gemeinsame Feier mit der Verwandtschaft umtreibt: „Ist die Familie eine Zuflucht oder Zumutung?“ Als Mutter fühle ich mich ein bisschen provoziert. Nicht nur von jener Schlagzeile, sondern auch von der schafsköpfig maskierten Familie, die mich vom Cover aus anstarrt. Natürlich obsiegt meine Neugier, einen Blick ins Magazin zu werfen.

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Unsere Fahrradreise als Familie (Teil 1)

Wir melden uns zurück von unserem Fahrradurlaub. Es war ganz wunderbar als Familie mit dem Rad unterwegs zu sein. Und es war gar nicht so schwer wie anfänglich gedacht. In fünf Etappen fuhren wir in der Saale-Unstrut-Region durch eine spätsommerlich gereifte Landschaft, die uns Stadtmenschen mit ihrer grüngoldenen Weite und wasserflüsternder Ruhe verzaubert hat. Hier unser Reisebericht der ersten drei Tage:

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Von kleinen Fluchten und vom Zueinanderfinden

Was ist das eigentlich, diese immer öfter ganz offen propagierte Auszeit vom Mama-Sein? Jene Alltagsfluchten, die Frau bewusst vom Familienleben trennt. Gab es das früher schon? Hatten unsere Mütter und Großmütter diese Möglichkeit, Abstand zwischen sich und jene Erwartung zu bringen, zwischen sich und der Erwartung, sich vollends im Mutterdasein aufzulösen?

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