25 absolut nachvollziehbare Gründe für einen Trotzanfall (am Esstisch)

Manchmal nachdenklich, oft herzergreifend und stets mit viel Charme, so geht es bei Susanne auf ihrem Blog Hallo liebe Wolke zu. Vor kurzem hat sie zur Blogparade aufgerufen. Gesucht werden 25 total gute und logische Gründe für einen Trotzanfall. Wir machen gerne mit.

Big J. ist dem Trotzalter inzwischen entwachsen, Little J. tapst erst langsam hinein. Dennoch gibt es immer wieder Situationen, in denen sich die beiden Kerle empören. Gern dürft ihr einmal Gast an unserem Esstisch sein. Noch ein klitzekleines Augenzwinkern meinerseits, dann geht es los…

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Kino mit Glucke

Am Wochenende war ich mit Big J. zum ersten Mal im Kino. Wir hatten ein kleineres Kino für den ersten Besuch gewählt und der Saal mit seinen 80 Plätzen war nur zu einem Drittel besetzt. Da saßen wir mit unserem Popcorn umringt von anderen Müttern und Vätern und ihren Kindern und Big J. starrte fasziniert auf die Leinwand, die anfänglich nur Werbung zeigte. Zu Hause würde er später seinem Papa erzählen, er hätte zwei Filme gesehen: die Werbung und den Hauptfilm. Vor drei Jahren haben wir das Kabelfernsehen abgeschafft und unsere Kinder leben medial von einem öffentlich rechtlichen Kinderfernsehsender und ein paar DVDs, also praktisch werbefrei. So wurde die Werbung im Kino vom Großen erst einmal mit Staunen aufgenommen, während die Mama entweder die Augen verdrehte oder recht verhalten den Spot eines großen Discounters belächelt, der griechische Götter in ausgeflippte Konsumjunkies verwandelt, die Boxershorts tragend und mit Sperren bewaffnet ihre proppenvollen Plastiktüten hysterisch kreischend in die Kamera strecken, nachdem sie ihre Zunge herausfordernd lasziv unter einen Weinspender gestreckt haben als wäre er der Quell allen Lebens. Wie soll man das seinem Kind erklären, wenn es einen dazu befragt?

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Der erste Schnee

Heute am frühen Morgen weckten mich knarzende und schleifende Geräusche, die von der Straße zu unserem Schlafzimmerfenster empor drangen. In der Wohnung war es dunkel und still. Die Kerle träumten noch in ihren Betten. Ein wenig schlaftrunken bewegte ich mich zum Fenster und öffnete die Jalousie ein Stückchen und da lag er vor mir in seiner ganzen puren Schönheit: der erste Schnee dieses Winters. Er hatte die Häuserdächer mit einer Puderzuckerschicht überzogen und im goldenen Laternenlicht schwebten zarte Flocken. Die Gehwege beräumte unterdessen der Winterdienst, daher auch jene Geräusche, und einer unserer Nachbarn machte sich an den Scheiben seines Autos zu schaffen.

Ich blieb ein paar Minuten für mich, verzaubert von diesem Anblick, während Kindheitserinnerungen mein Herz umwehten. Der erste Schnee trug immer ein Versprechen mit sich. Er symbolisierte einen Zauber, der die Welt in weiße Tücher kleidete und sie ganz still machte, rein und voller Unschuld. Und er versprach jeder Kinderseele ein Abenteuer in Form einer Schlittenfahrt, einer Schneeballschlacht oder dem Bau eines Schneemanns. Und trotz aller dunklen Winterstunden – im Schnee ward alles licht und klar.

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Weihnachten mit Kind (Blogparade)

Meine liebe Leipziger Blogger-Freundin Sylvi von momsfavoritesandmore hat zur Blogparade aufgerufen: „Weihnachten mit Kind – so feiern wir“. Sylvi hat mich schon ein paar Mal daran erinnert und ich habe mich ehrlich gesagt ein bisschen vor dem Schreiben des Beitrags gedrückt, da wir uns noch nicht schlüssig waren, wie wir dieses Weihnachten gestalten wollen. Aber nun, eine gute Woche vor den Feiertagen, begegne ich dem Ganzen mit mehr Klarheit. Hier kommt also ein kleiner Einblick in unsere Festtagsaktivitäten…

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Familie: Zuflucht oder Zumutung? (Philosophie Magazin)

Ich halte mein erstes Philosophie Magazin in den Händen und das aus gutem Grund. Die aktuelle Ausgabe hat sich dem Thema Familie verschrieben. Es wird kontrovers diskutiert und der Frage nachgespürt, die manch einen gerade in der Vorweihnachtszeit in Hinblick auf eine gemeinsame Feier mit der Verwandtschaft umtreibt: „Ist die Familie eine Zuflucht oder Zumutung?“ Als Mutter fühle ich mich ein bisschen provoziert. Nicht nur von jener Schlagzeile, sondern auch von der schafsköpfig maskierten Familie, die mich vom Cover aus anstarrt. Natürlich obsiegt meine Neugier, einen Blick ins Magazin zu werfen.

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