Wem muss ich gefallen?

Viele Denkanstöße gab mir in den letzten Tagen das Buch „Ich geb auf mich acht“ von Geri Scazzero, einer vielbeschäftigten Pastorenehefrau und vierfachen Mutter, die sich auf Grund überhöhter Ansprüche an sich selbst und dem Wunsch, jedem gefallen zu müssen, in die Erschöpfungsfalle katapultierte. Aber wie entsteht dieser Gedanke, gerade in uns Frauen, es anderen unbedingt und immer Recht machen zu müssen, um Bestätigung und Zuwendung zu erhalten?

dancing-1245865_1920

Weiterlesen

Verlosung und Rezension: Small World von Anne Geddes

Der TASCHEN Verlag feiert mit einem prächtigen Bildband im Großformat eine der beliebtesten Fotografinnen der Welt: Anne Geddes. Mit ihren originellen Fotos von Babys und Müttern wurde sie berühmt, denn sie versteht es, wie kaum eine andere, das Wunder Leben mit ihrer Kamera so einzufangen, dass der Betrachter innerlich tief berührt wird von der Verletzlichkeit und Schönheit der Motive. „Small World“ blickt auf beinah 30 Arbeitsjahre Anne Geddes zurück, von ihren Anfängen als Porträtfotografin, die ein Studio in der heimischen Garage führte, bis hin zur einfühlsamen Schöpferin einer Welt voller Herzenswärme und weiser Botschaften. Gemeinsam mit dem TASCHEN Verlag möchte ich gern einen Bildband der populären Fotografin, Designerin und zudem engagierten Unterstützerin von Kinderschutzprojekten an euch verlosen.

geddes_small_world_fo_int_3d_sticker_05305_1703061036_id_1110446
Bildunterschrift: Cover of the English/French/German edition

Weiterlesen

Wimmelbuch-Liebling: Ein Jahr im Wald

Wir wimmeln von Januar bis Dezember durch den Wald. Ein honigverliebter Braunbär lädt uns ein, seinen Lebensraum kennenzulernen und dabei auch die anderen Waldtiere zu treffen. Außerdem dürfen wir den Förster bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Detailliert in Szene gesetzt, entdecken wir auf den farbenprächtigen Doppelseiten, die je einem Monat zugeordnet sind, pralles Leben – auf dem Waldboden und in den unterirdischen Gängen darunter, im Teich und an dessen Ufer, in Baumhöhlen und in den Ästen.

Weiterlesen

Baba Dunjas letzte Liebe von Alina Bronsky (Rezension)

Baba Dunja lebt mit einer kleinen Gruppe Zurückgekehrter in einem verstrahlten Gebiet, das nach einem Reaktorunfall zur Todeszone erklärt wurde. Der fiktive Schauplatz des Romans, das Dorf Tschernowo, erinnert nicht nur zufällig an Tschernobyl. Die Figuren sind Gleichgesinnte, die eine vergangene Welt wieder auferstehen lassen. Es sind Menschen, die hier ihre Heimat gefunden haben und sich keinen anderen Platz zum Leben vorstellen können.

Weiterlesen

Ein Mut-mach-Buch: Trau dich, Koalabär

Kimi Koala lebt im Dschungel und die Tiere kennen ihn vor allem unter einem Namen: König Bewegungslos. Denn Kimi hat seinen Eukalyptusbaum noch nie verlassen. Zuviel Angst hat er vor dem, was ihn fernab der vertrauten Äste erwarten könnte. So sehr ihn seine Freunde auch bitten, endlich aus dem Baum hinabzusteigen und gemeinsam zu spielen, Kimi bleibt stur. Erst der Specht bringt den Koalabären dazu, einen Perspektivwechsel vorzunehmen. Die Gefühle, die plötzlich in ihm aufsteigen, haben mit seinen Ängsten nicht mehr viel gemein…

Weiterlesen

Das zweite Gesicht von Rachel Urquhart (Rezension)

Man schreibt das Jahr 1842. Die Familie Kimball lebt auf einer heruntergewirtschafteten Farm in Massachusetts. Unter ihrem trunksüchtigen, brutalen Vater haben die Kinder Polly und Ben sowie deren Mutter May sehr zu leiden. Sie leben in ständiger Angst vor den Gewalttaten des stets unzufriedenen Mannes. Eines Abends erträgt die 15-jährige Polly die Demütigungen nicht mehr. Sie zündet die Farm an und lässt den betrunkenen, schlafenden Vater zurück. Mit ihrem Bruder kommt sie in einer strengreligiösen Shaker-Gemeinde unter. Aber trotz aller Hoffnung, scheint sie auch hier keinen Ort des Friedens zu finden.

Weiterlesen

Ich geb auf mich acht von Geri Scazzero (Rezension)

Heute ist Welttag des Buches. Ich feiere das Lesen mit einem für mich ganz besonderen und ermutigenden Buch. Es ist die wahre Geschichte einer Frau, die stets versucht, es allen und jedem recht zu machen. Sie ist hoch engagiert und stellt ihre Bedürfnisse immer hinter die von anderen. Dabei verliert sie sich selbst. Geri Scazzero muss über ihre Grenzen gehen und dabei tief fallen, ehe sie erkennt, dass jene überaus perfektionistischen Ansprüche an sich als Mensch, Pastorenehefrau, Gründungsmitglied einer New Yorker Gemeinde und zudem Mutter von vier Töchtern, niemals dazu führen werden, zu sich selbst JA zu sagen.

Weiterlesen