Kranke Kinder und der Trost von Apfelkuchen

Das kleine Kind hat Fieber. Es will nicht essen. Es will nicht spielen. Es will nicht schlafen. Die Wadenwickelei strengt das Kind an und gegen das Zäpfchen in den Po protestiert es lautstark, rotwangig und tränennass. Ich flüstere Worte, streichle die Stirn, küsse die Wange, trockne die Tränchen und blättere die Bilderbücher, Seite um Seite, erzähle Geschichten von einer kleinen Hexe, Tieren auf dem Bauernhof, einem Jungen, der gern Fußball spielt und einer Zugfahrt zur Oma. Das kleine Kind schläft, weniger rotwangig und mit viel mehr Frieden im Gesicht. Ich schleiche mich davon. In der Küche koche ich mir einen Tee und starre vorwurfsvoll den Ahornbaum vor meinem Fenster an, dessen Blätter sich immer noch nicht gelb färben wollen. Dabei haben wir schon Mitte Oktober. Ich kann mit Krankheiten nicht gut umgehen. Es reißt und zerrt an meinen Nerven, wenn die Kinder krank sind. Immer ist die Angst da, dass ich nicht helfen kann, dass nichts genug ist, was ich zu geben vermag, dass ich nicht reiche als Mutter. Read more

Digital Detox

Ich habe mir eine Auszeit genommen. Meine Online-Abstinenz hatte vor allem mit viel Strand und Meer zu tun. Wir haben ein paar wunderbare Tage an der Ostsee hinter uns. Sonnenverwöhnt, gut gelaunt und mit einigen frischen Ideen im Kopf bin ich aus dem Urlaub nach Hause zurück gekommen. Mit "Home is where the boys are" geht es in eine neue Runde. Doch vorab noch ein kleines bisschen Füße hoch und das Näschen in die Sonne strecken. Ich wünsche euch ein erholsames Wochenende mit den Menschen, die ihr liebt. Habt es fein! Read more

25 absolut nachvollziehbare Gründe für einen Trotzanfall (am Esstisch)

Manchmal nachdenklich, oft herzergreifend und stets mit viel Charme, so geht es bei Susanne auf ihrem Blog Hallo liebe Wolke zu. Vor kurzem hat sie zur Blogparade aufgerufen. Gesucht werden 25 total gute und logische Gründe für einen Trotzanfall. Wir machen gerne mit. Big J. ist dem Trotzalter inzwischen entwachsen, Little J. tapst erst langsam hinein. Dennoch gibt es immer wieder Situationen, in denen sich die beiden Kerle empören. Gern dürft ihr einmal Gast an unserem Esstisch sein. Noch ein klitzekleines Augenzwinkern meinerseits, dann geht es los... Read more

Bunter Budenzauber aus Papier – wir basteln uns eine Partydekoration

Big J. feiert in Kürze seinen Kindergeburtstag daheim, außerdem steht der Fasching vor der Tür. Luftballons und Papierschlangen haben wir zur Genüge, aber die Jungs wollen es noch ein bisschen farbenfroher. So trotzen wir dem grauen Februarwetter. Wir basteln ein paar einfache Wimpelketten, für die man nicht mehr Zeit als 10 Minuten braucht, Girlanden, die den "Herrn der Ringe" bezirzen würden und einen Reif aus Krepppapierschlangen, welche so herrlich rascheln, wenn wir sie anpusten, dass man glaubt, man stünde unter dem windumflüsternden Blätterdach eines Baumes. Read more

Kino mit Glucke

Am Wochenende war ich mit Big J. zum ersten Mal im Kino. Wir haben ein kleineres Kino für den ersten Besuch gewählt und der Saal mit seinen 80 Plätzen war nur zu einem Drittel besetzt. Da saßen wir mit unserem Popcorn umringt von anderen Müttern und Vätern und ihren Kindern und Big J. starrte fasziniert auf die Leinwand, die anfänglich nur Werbung zeigte. Zu Hause würde er später seinem Papa erzählen, er hätte zwei Filme gesehen: die Werbung und den Hauptfilm. Vor drei Jahren haben wir das Kabelfernsehen abgeschafft und unsere Kinder leben medial von einem öffentlich rechtlichen Kinderfernsehsender und ein paar DVDs, also praktisch werbefrei. So wurde die Werbung im Kino vom Großen erst einmal mit Staunen aufgenommen, während die Mama entweder die Augen verdrehte oder recht verhalten den Spot eines großen Discounters belächelt, der griechische Götter in ausgeflippte Konsumjunkies verwandelt, die Boxershorts tragend und mit Sperren bewaffnet ihre proppenvollen Plastiktüten hysterisch kreischend in die Kamera strecken, nachdem sie ihre Zunge herausfordernd lasziv unter einen Weinspender gestreckt haben als wäre er der Quell allen Lebens. Wie soll man das seinem Kind erklären, wenn es einen dazu befragt? Read more

Der erste Schnee

Ich blieb ein paar Minuten für mich, verzaubert von diesem Anblick, während Kindheitserinnerungen mein Herz umwehten. Der erste Schnee trug immer ein Versprechen mit sich. Er symbolisierte einen Zauber, der die Welt in weiße Tücher kleidete und sie ganz still machte, rein und voller Unschuld. Und er versprach jeder Kinderseele ein Abenteuer in Form einer Schlittenfahrt, einer Schneeballschlacht oder dem Bau eines Schneemanns. Und trotz aller dunklen Winterstunden - im Schnee ward alles licht und klar. Read more