The Stand – Das letzte Gefecht von Stephen King (Buchrezension)

Durch einen Laborunfall breitet sich die hochgezüchtete Mutation eines Grippevirus aus, welches zur biologischen Kriegsführung gedacht war und tötet 99,4 Prozent aller Menschen. Captain Trips fegt Amerikas Landstriche leer, während die Regierung noch alles zu vertuschen sucht und das Militär gegen jegliche mediale Verbreitung einer eventuellen Wahrheitsverkündung und den Widerstand der Bevölkerung mit absoluter Gewalt vorgeht. Letztendlich löst sich auch die Regierung auf, Soldaten desertieren oder schlachten sich im Wahn der Krankheit gegenseitig ab. Zurück bleiben die Immunen in einem entvölkerten Amerika, größtenteils verängstigt und noch unwissend, dass sie vor der bedeutsamsten Entscheidung ihres Lebens stehen.

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Kino mit Glucke

Am Wochenende war ich mit Big J. zum ersten Mal im Kino. Wir haben ein kleineres Kino für den ersten Besuch gewählt und der Saal mit seinen 80 Plätzen war nur zu einem Drittel besetzt. Da saßen wir mit unserem Popcorn umringt von anderen Müttern und Vätern und ihren Kindern und Big J. starrte fasziniert auf die Leinwand, die anfänglich nur Werbung zeigte. Zu Hause würde er später seinem Papa erzählen, er hätte zwei Filme gesehen: die Werbung und den Hauptfilm. Vor drei Jahren haben wir das Kabelfernsehen abgeschafft und unsere Kinder leben medial von einem öffentlich rechtlichen Kinderfernsehsender und ein paar DVDs, also praktisch werbefrei. So wurde die Werbung im Kino vom Großen erst einmal mit Staunen aufgenommen, während die Mama entweder die Augen verdrehte oder recht verhalten den Spot eines großen Discounters belächelt, der griechische Götter in ausgeflippte Konsumjunkies verwandelt, die Boxershorts tragend und mit Sperren bewaffnet ihre proppenvollen Plastiktüten hysterisch kreischend in die Kamera strecken, nachdem sie ihre Zunge herausfordernd lasziv unter einen Weinspender gestreckt haben als wäre er der Quell allen Lebens. Wie soll man das seinem Kind erklären, wenn es einen dazu befragt?

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Alles aus Papier – Kinderbuchliebling

Unser Lieblingskinderbuch der Woche erzählt keine Geschichten, sondern lädt aktiv zum Mitmachen ein. In “Alles aus Papier” aus dem Usborne Verlag zeigt die Autorin Fiona Watt in Schritt-für-Schritt-Anleitungen viele schöne Projekte, die Kinder ganz einfach umsetzen können.

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Erinnerungen an den Himmel von Wayne W. Dyer & Dee Garnes (Buchrezension)

Gab es eine Zeit vor unserer Geburt, an die wir uns noch bis ins Kleinkindalter hinein erinnern konnten? Der Psychologe Dr. Wayne W. Dyer und seine Co-Autorin Dee Garnes zweifeln nicht daran. Sie sammelten tausende Erfahrungsberichte von Eltern aus aller Welt und verglichen sie miteinander. Die Kernaussage aller dokumentierten Schilderungen der Kinder war identisch: die Seele eines Menschen wird nicht erst im Mutterleib geformt.

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Umweg nach Hause von Jonathan Evison (Buchrezension)

Das Leben von Ben Benjamin ist ein Trümmerhaufen. Durch eine Tragödie hat er das Wichtigste auf der Welt verloren. Er ist depressiv und leidet unter Schuldgefühlen. Seine Frau drängt ihn zur Scheidung und seine finanziellen Mittel sind erschöpft. Aus der Not heraus nimmt er einen schlecht bezahlten Job als Pfleger eines im Rollstuhl sitzenden Jugendlichen an. Trevor leidet unter Muskelschwund, schaut am liebsten den Wetterbericht im Fernsehen und steht total auf Mädchen. Die beiden freunden sich an und als Trevs Vater Bob einen Unfall hat, fahren sie quer durch den westlichen Teil der USA, um ihn zu besuchen. Eine Reise beginnt, die Bens Wunden zwar nicht heilen wird, aber ihn vom Abgrund wegzuführen vermag, an dessen Rand er seit seinem privaten Unglück balanciert.

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Abgetaucht

Im Dunkel der Unterwasserwelt glaubt man zuweilen eine Bedrohung zu spüren. Düstere Klänge verstärken die Beklommenheit. Ich fühle mich winzig und vom Wasser verschluckt. Ich möchte mich freistrampeln und die Oberfläche durchbrechen, aber irgendetwas hält mich zurück. Wahrscheinlich ist es das Geheimnis des Meeres, dessen Sirenenklang in mir die Hoffnung aufsteigen lässt, dass die Natur, in all ihrer Pracht, von der Menschheit bewahrt werden kann.

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Der kleine Dachs hilft seinen Freunden – Kinderbuchliebling

In unserem Lieblingskinderbuch der Woche von Suzanne Chiew und Caroline Pedler dreht sich alles um Freundschaft, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft. Der kleine Dachs wohnt unter den Wurzeln einer uralten Eiche. Er denkt wieder einmal, wie behaglich er es doch in seinem kleinen Heim hat, als die kleine Maus zum Fenster hineinschaut und aufgeregt piepst, dass ein gewaltiger Sturm aufzieht. Die Tiere im Wald sind verängstigt und fürchten sich vor der Zerstörung ihres Zuhauses. Nur der Dachs bleibt ruhig und besonnen. Doch kann er allen Tieren helfen?

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Schneller Schokoladenkuchen mit saurer Sahne

Falls noch jemand auf der Suche nach einem Rezept für einen einfachen Kuchen am Wochenende ist, der kann sich gern einmal an unserem liebsten Schokoladenkuchen ausprobieren. Durch die Beigabe der sauren Sahne schmeckt er schön saftig. Ich habe den Schokoladenkuchen das letzte Mal am vergangenen Wochenende gebacken und passend zur Jahreszeit winterlich verziert. Hier geht es zum Rezept:

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Als wir Töchter waren von Nicci Gerrard (Buchrezension)

Edie ist gerade 16 Jahre alt und frisch verliebt als sich ihr Vater das Leben nimmt. Sie gibt sich die Schuld daran und trennt sich aus lauter Verzweiflung von ihrer ersten großen Liebe Ricky. Zweiundzwanzig Jahre später, Edie ist verheiratet und hat drei Kinder, stirbt ihre Mutter bei einem Autounfall. Edie und ihre beiden Schwestern kommen für ein paar Tage zusammen, um die Trauerfeier vorzubereiten. Eine unerwartete Entdeckung in den Unterlagen ihrer Mutter, scheint den Blick auf die Vergangenheit zu verändern.

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Geister von Nathan Hill (Buchrezension)

Samuel ist ein in sich gekehrter und sensibler Junge von elf Jahren, als er von seiner Mutter verlassen wird. Danach ist nichts mehr wie zuvor. Der Verlust seiner Wurzeln, die Instabilität seines Seins und die Unsicherheit, nicht zu wissen, wohin er gehört, begleiten ihn fortan. Selbst als Erwachsener, inzwischen Professor für englische Literatur, flüchtet er sich lieber Abend um Abend in die Scheinwelt des Computerspiels World of Elfscape, anstatt jenes Buch zu schreiben, das er bereits vor zehn Jahren seinem Verleger versprochen hatte, um seine Jugendliebe Bethany zu beeindrucken. Eines Tages erscheint seine Mutter plötzlich wieder auf der Bildfläche. Faye, die den republikanischen Präsidentschaftskandidaten bei einer öffentlichen Rede mit Kieselsteinen beworfen hat, wird zur Zielscheibe von Staat und Medien. Nur Samuel scheint sie retten zu können, doch dazu muss er sich auf eine Reise in die Vergangenheit begeben.

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