Die kanadische Nacht

Durch die winterliche Weite Kanadas fährt ein Sohn seinem sterbenden Vater entgegen. Seit vier Jahrzehnten haben sich die Beiden nicht mehr gesehen. Es ist die letzte Bitte des Alten, die den Jüngeren dazu bewegt, sich von Deutschland aus auf den Weg machen. Sie sollen sich ein letztes Mal begegnen. Nur einer von beiden wird Worte finden. Auf der Autofahrt zum Krankenhaus taucht der Sohn noch einmal in die Vergangenheit ein, während das Licht schwindet und die kanadische Nacht anbricht. Der Sohn erinnert sich an Wendepunkte, prüft die Begriffe Bindung und Prägung. Die Fahrt zu seinem Vater wird somit auch eine Reise zu sich selbst sein ... Read more

Titus Müller: Vom Alltagsglück

Ist Heimat ein Punkt auf der Karte mit Ortsbezeichnung? Es ist eine von vielen Überlegungen in "Vom Alltagsglück", auf die Titus Müller, der bis zu seinem 32. Lebensjahr neunmal umgezogen ist, mit feinsinnigen Gedanken zu begeistern weiß. Inzwischen ist er sesshaft geworden, hat Frau und zwei Kinder. Seinen Alltag, den nimmt der Lebenskünstler nicht als Selbstverständlichkeit. Vielmehr ist dieser für ihn ein Geschenk, oft ein Glücklichmacher, der immer wieder neu entdeckt werden will - und genauso schreibt Titus Müller auch darüber. Read more

Judith und Hamnet

Ein heimlicher Kuss in der Apfelkammer ist der Beginn einer leidenschaftlichen Liebe, die von Verlust geprägt sein wird. William Shakespeare, noch kaum ein Mann, mit einer Idee von Bart im Gesicht, arbeitet als Lateinlehrer, als er sich in die Agnes verliebt. Die acht Jahre ältere Frau wird die seine. Sie gebärt ihm drei Kinder, darunter das Zwillingspaar Judith und Hamnet. Als William Shakespeare wieder einmal in London am Theater weilt, zieht die Pest durchs Land und nimmt eins seiner Kinder mit sich fort. Read more