Die Wildblumensammlerin

Vielleicht ist es ihre Ungezähmtheit, die sie so anziehend macht. Sie braucht kein rundum die Uhr beleuchtetes Gewächshaus und auch keine Millionen Plastiktöpfe, um sich zu produzieren, um geklont zu werden. Die Wildblume wächst dort, wo man sie lässt. Am Waldrand, am Weg, auf Wiesen. Elke Loewe erzählt von ihnen. In „Die Wildblumensammlerin“ versammelt die schönsten Exemplare.

Wegpioniere. Stadtindianer. Salzwiesenkämpfer. Elke Loewe schenkt den Wildblumen stimmungsvolle Spitznamen und entblättert dabei ihren Wesenskern. Die Reise der Wildblumensammlerin beginnt im Wald zwischen dem scharfen Knoblaucharoma des Bärlauchs, führt am Wasser entlang, wo sich die leuchtenden Köpfe der Sumpf-Schwertlilie erheben. Die Wegwarte gibt der nächsten Station ihren Namen, reiht sich an umtriebige Acker-Winden, zwergenhafte Duftveilchen, lodernde Mohnblüten. Auf ungekämmten Wiesen warten Schafgarbe, Wiesensalbei und auch der Gewöhnliche Löwenzahn. Und der ist viel faszinierender, als man gedacht hat.

Was für ein Fest ist dieses wunderschöne Buch mit all seinen zärtlichen Hoheliedern auf die wilden Blumen. 
Elke Loewe legt in „Die Wilblumensammlerin“ den Fokus auf die natürliche Ursprünglichkeit, fort von allen Schottergärten. Ihr Buch entblättert sich als üppiger Blumenstrauß voller Farben und Gerüche. Auch dieses Naturwunder aus dem Hause Rowohlt zeigt sich als lehrreicher wie sympathischer Begleiter entlang sinnlicher Pfade durch eine Wildnis, die sich überall finden lässt.

Die Wildblumensammlerin
Elke Loewe, Matthias Holz (Illustration)
Rowohlt

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