Anselm Grün: Was gutes Leben ist

Eine Krise bringt so einiges in den Menschen hervor, das Gute wie das Schlechte. Das Leben fühlt sich plötzlich viel zerbrechlicher an, oft auch intensiver. Solidarisches Verhalten wird zum wertvollen Charakterzug. Mancher dagegen glaubt sich von Regeln in die Enge getrieben und antwortet mit Egoismus und Aggressivität. Eine Krise zeigt die Widersprüchlichkeit der Gesellschaft, in uns selbst und gewiss weckt sie in uns auch eine Sehnsucht, den Sinn des Daseins und der eigenen Wahrheit neu zu ergründen.

Er ist einst ins Kloster gegangen, nicht um dem Leben auszuweichen, sondern Dank der Leitlinien des Heiligen Benedikt, die Lust am Dasein zu entdecken. Anselm Grün zählt zu den bekanntesten christlichen Autoren weltweit. In seinem Buch “Was gutes Leben ist” bietet er uns eine Orientierung in herausfordernden Zeiten an. Die kommt wie gerufen mitten im zweiten Lockdown.

Anselm Grün ermutigt uns im Rückzug, einen Perspektivwechsel vorzunehmen und uns mit der Frage zu beschäftigen, was uns gut tut. Neben einer neu zu erlernenden Selbstfürsorge rückt die Wichtigkeit von Solidarität, der Verbundenheit zwischen den Menschen in den Vordergrund. All das im Hinblick auf das, was wir wirklich brauchen – und manchmal ist dies eben auch der Verzicht von Konsum oder die Reduzierung der Ansprüche.

Klar und strukturiert, dabei immer hoffnungsvoll zeigt sich “Was gutes Leben ist” von Anselm Grün als kluger Navigator durch die Krise und darüber hinaus als kreativer Impulsgeber mit Schöpferkraft in eine heilsame, wohlwollende Gegenwärtigkeit.

Was gutes Leben ist
Anselm Grün
Herder Verlag

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