Der Wolkensammler

Der Blick in den Himmel fasziniert uns seit jeher. Wer hat nicht schon, wenigstens als Kind, in seiner Phantasie aus Wolken Tiere oder Fabelwesen geformt. Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein, heißt es. Das Betrachten des Himmels ist immer mit einer gewissen Sehnsucht verbunden. Auch Aristoteles fühlt diese tief in sich. Seine Himmelsbeobachtungen und naturwissenschaftliche Reflexionen verwebt er mit überlieferten Mythen, womit er das Entstehen des Forschungsfelds Meteorologie begünstigt. Er wird nicht der Einzige bleiben, der die Wandlungsfähigkeit des Himmels bestaunt und hinterfragt.

Die Leidenschaft für den wolkenbestückten Raum über unseren Köpfen teilt auch Simon Elson. In “Der Wolkensammler” geht er Cumulus, Stratus und Cirrus auf die Spur und er lädt uns ein, ihm dabei zu folgen. Eine spannende Reise durch die luftige Weite beginnt, bei der man die Bodenhaftung durchaus schon mal verlieren kann.

Nach einer Einleitung von über 70 Seiten – die braucht man definitiv auf Grund der Dichte des Themas zwischen Natur- und Kulturgeschichte – lädt Simon Elson den Leser ein, den eigenen Blick zu schulen. In 25 Einzelporträts, die Stefan Vecsey mit wunderschönen Illustrationen begleitet, stellt “Der Wolkensammler” die bekanntesten Wolkenformen vor. Außerdem wird jeder interessierte Naturforscher eingeladen, aufmerksam den Himmel zu studieren und seine eigenen Beobachtungen festzuhalten.

Die handliche Naturwunder-Reihe aus dem Hause Rowohlt beeindruckt mit ihrer geschmackvollen Gestaltung wie auch der packenden Aufbereitung der Themen. “Der Wolkensammler” zeigt sich wie bereits “Der Baumsammler” als stimmungsvoller wie lehrreicher Naturrundgang.


Informationen zum Buch:

Der Wolkensammler

Simon Elson

Rowohlt

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