Das Buch, von dem du dir wünschst, deine Eltern hätten es gelesen

Weißt du noch, wie es damals war? Kannst du dich noch daran erinnern? Es gibt Fragen, die katapultieren uns Eltern zurück in unsere eigene Kindheit und lassen neben Erinnerung oft auch ein Gefühl von Verwunderung aufsteigen. Familiengeflechte sind kompliziert. Und Mutter und Vater eben auch nur Menschen. Bekommt man selbst Kinder, beginnt man unweigerlich in der Vergangenheit zu graben und zu vergleichen – Erziehungsmethoden, Kommunikation, die Qualität der Beziehung. Genau an diesem Punkt holt uns die Autorin und Physiotherapeutin Philippa Perry ab. Sie überredet uns, die Muster unserer Kindheit zu reflektieren, um alte Wunden zu heilen, aus Fehlern zu lernen und sie wieder gut zu machen.

Wenn wir ein Kind bekommen, wollen wir es ja meist anders machen als die alten Eltern. Aber wie? Eine Masse an Ratgeberliteratur überfordert und nimmt uns fast die Luft zum Atmen. Dabei ist es wichtig, erst einmal die eigene Geschichte ganz bewusst anzuschauen und Blockaden fortzuräumen. Daher kommt “Das Buch, von dem du dir wünschst, deine Eltern hätten es gelesen” auch nicht als Anleitung für Erziehung im engeren Sinne daher. Vielmehr ist es ein Arbeitsbuch, der eigenen Geschichte nachzuspüren. Es ist eine Ansatz, der vielversprechend ist, eine Methode, die Kraft verlangt – aber die sich lohnt.

Tiefgreifend ehrlich, stets bindungsorientiert, fehlerfreundlich, schreibt die Autorin über Generationenbeziehungen. Ein hoffnungsvolles, ermutigendes Buch ist so entstanden, welches uns befähigt, Knoten aufzulösen. Die Vergangenheit selbst lässt sich nicht mehr ändern. Wir können ihr aber mit mehr Verständnis begegnen. Philippa Perry ermutigt uns, Brüche zu reparieren, damit wir die Chance haben, unsere Zukunft eigenmächtig gestalten. Trauen wir uns. Denn im Mittelpunkt steht die lebenslange kostbare Beziehung zwischen Eltern und Kindern.


Daten zum Buch:

Das Buch, von dem du dir wünschst, deine Eltern hätten es gelesen

Philippa Perry

Ullstein Verlag

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