Schulkinder gleich Sorgenkinder?

Die Schule ist ein Ort des Lernens. Sie ist Begegnungsstätte, hier finden soziale Interaktionen statt. Aber die Schule legt nicht den Grundstein für das Miteinander und die geistige Entwicklung. Kompetenzen werden vordergründig daheim vermittelt. Die Familie ist ein sensibles Konstrukt, welches nur unter der aktiven Beteiligung aller Mitglieder ihren Wert als harmonische Basisstation behalten kann. Doch genug Mienenfelder im Alltag sorgen für Spannungen. Auch und vor allem im Schulalter brauchen die Kinder eine aufmerksame Begleitung. Davon erzählen Walter Dorsch und Klaus Zierer in “Schulkinder gleich Sorgenkinder?”

Probleme ihrer Kinder in der Schule beschäftigen viele Eltern. Die Autoren greifen die wichtigsten Fragen auf und verweben sie mit einem Fallbeispiele, einer fiktiven Familie. Die Reinhardts, das sind die Eltern Klara und Georg und ihre drei Kindern, zwei Töchter, ein Sohn. Der Vater ist städtischer Angestellter, die Mutter kümmert sich um Haushalt und Kinder und arbeitet außerdem noch halbtags. Wir begleiten die Reinhardts über sieben Jahre und allerhand Stolpersteine hinweg. Zündstoff, Reibereien und Konflikte bilden zuweilen ein Drama, das analysiert und bearbeitet wird. Jedes Problem findet dabei eine Lösung, bei der auf Beziehung gesetzt wird. Im Mittelpunkt steht die Kommunikation, das Zuhören und Miteinanderreden zeigen sich als Ecksteine für alle Bereiche.

Wissenschaftliche Erkenntnisse kombinieren die Autoren Kinderarzt Walter Dorsch und Schulpädagoge Klaus Zierer mit dem eigenen Erfahrungsschatz. “Schulkinder gleich Sorgenkinder?” entpuppt sich als informativer und sympathischer Begleiter, der Familien stärkt und Baustellen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Und einmal mehr wird deutlich: das ganze Leben ist eine Schule.


Buchinformation:
Schulkinder gleich Sorgenkinder?

Walter Dorsch, Klaus Zierer
Kösel Verlag

3 Replies to “Schulkinder gleich Sorgenkinder?

  1. Es ist so wichtig, dass Kinder sich zuhause sicher, angenommen und unterstützt fühlen, geliebt eben, ohne Bedingungen, denn dann sind sie stark genug, um mit dem meisten in ihrer Umwelt klarzukommen. Leider haben nicht alle Kinder so ein Zuhause.

    1. Da hast du so Recht. Es ist so wichtig, eine Beziehung zu finden und nicht nur halbherzig Grundbedürfnisse zu stillen. Man wünscht sich gerade in diesen Zeiten, dass Kinder geborgen aufwachsen können. Gerade die Hilfen für “besondere” Kinder sind ja zum Teil weggefallen.

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