Die leisen Weltveränderer

Das Spannungsfeld zwischen dem Wunsch abgeschieden zu leben und der sehnsüchtigen Nähe nach den liebsten Menschen, das nennt Debora Sommer das Gefühl des Fremdseins in der eigenen Heimat. Damit meint sich nicht nur den Wohnort, sondern vor allem auch die geistliche Gemeinschaft. Als Introvertierte kostet sie die Verbindung zu anderen Menschen viel Energie, überfordert sie zuweilen. Doch ist sie deshalb als Christin weniger wert, weil ihr die Eigenschaften der Gastfreundschaft, der Zugänglichkeit fehlen? Debora Sommer bringt andere, wichtige, besondere Qualitäten mit. Und die tun einer Gemeinschaft ebenso gut. Mit ihrem Buch “Die leisen Weltveränderer” will sie anderen Christen Mut machen, ihr ureigenes Selbst ganz unverzagt und liebevoll zu leben.

Sie sind unfreundlich und arrogant. Das sind Vorurteile mit denen man Introvertierten begegnet. Kein Wunder das sie sich in Gruppen oft wie das von Sting besungene Alien aus “Englishman in New York” fühlen. Dabei ist an ihnen nichts falsch, nur weil ihnen Dinge wie Small Talk oder Vortragreden schwer fallen. Sie sind einfach nur ruhiger. Ihre Gedanken kommen aus der Stille, nicht aus der unaufhörlichen Lautstärke der Welt.

Doch was ist Introversion überhaupt? Was bedeutet es ganz allgemein und insbesondere für Christen? Neben vermeintlichen Stolpersteinen beleuchtet Debora Sommer vor allem die kraftvollen Elemente, die sich aus dem Wesenszug ergeben können. Sie erzählt davon, wie sich der Alltag besser meistern, das Gemeindeleben prägen und die Welt ein Stück weit verändern lässt. Mut will die Autorin machen, Introversion als Geschenk anzunehmen, Schuld und Scham abzustreifen, aber auch gleichzeitig die eigene Komfortzone auszudehnen.

Vom Routieren und Aufreiben im Spagat eines Oktopus hin zum “Ja” zu sich selbst

“Die leisen Weltveränderer” ist kein Fachbuch, vielmehr eine sehr persönliche Offenbarung und Wegweisung einer introvertierten Frau, die schreibend zeigen möchte, wie man aus einem gestärkten Innenleben auch im Außen Kraft gewinnt. Das gelingt durch das Abstreifen jenes Gefühls, sich ständig falsch zu fühlen, sich anpassen zu müssen. Es ist wie eine Befreiung, endlich sagen zu dürfen: ich muss nicht sein, was ich nicht bin.

Informationen zum Buch:

Die leisen Weltveränderer – Von der Stärke introvertierter Christen

Debora Sommer

SCM Hänssler

2 Replies to “Die leisen Weltveränderer

    1. Ich danke Ihnen für dieses schöne Buch! Mit “Englishman in New York” in der Einleitung hatten Sie mich sofort. 😉 Herzliche Grüße

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