Die stille Kraft zwischen den Jahren

Die Tage vor dem Jahreswechsel besitzen ihre ganz eigene Dynamik. Nach mehr oder minder turbulenten Adventswochen und belebten Weihnachtstagen wird es stiller in uns. Die Aussicht auf das Jahresende macht uns nachdenklich und wenn wir es zulassen, finden wir in uns einen Raum, in dem wir das Vergangene reflektieren können, um es aufzugeben oder Dinge zu verändern.

Früher war das Brauchtum der Rauhnächte ungemein populär, jene Zeit um die Weihnachtstage vom 25. Dezember bis hin zum 6. Januar. Aber auch in unserer hochtechnisierten Neuzeit werden wir dazu eingeladen, hinter all die zugesperrten Türen in uns zu blicken. Zwischen den Jahren steht jede Rauhnacht für einen Monat des kommenden Jahres. Es soll in dieser Zeit nicht nur Ordnung im Haus geschaffen werden, die sich dann auch im Inneren ausbreiten darf, zudem sagt man, sei die Verbindung zum Unsichtbaren kraftvoller.

Fern von jeder Esoterik und allen Orakelsprüchen liegt darin sicher die Quintessenz. Wenn wir still werden, uns nicht ablenken lassen, nähern wir uns ganz bestimmt unserem Selbst. Wir dürfen Sehnsüchte erspüren, die nicht von einer äußeren Welt, vom Konsum und Fremdbestimmung produziert wurden. Vielleicht tun wir dabei endlich auch wieder einen Schritt auf den Weg, den Gott für uns vorgesehen hat. Wir betreten jenen ureigenen Pfad, der nur für uns angelegt wurde. Wir müssen nur innehalten, um ihn wiederzufinden.

Nutzen wir also die Zeit, um uns zu fragen, wer und was uns wirklich etwas bedeutet. Vor allem aber lasst uns fragen, was die Liebe bei all unseren Entscheidungen tun würde.

Ich wünsche euch einen guten Jahreswechsel.

5 Replies to “Die stille Kraft zwischen den Jahren

  1. Danke für die schönen Worte und die guten Wünsche, liebe Katja!

    Ich habe übrigens den Begriff “Esoterik” immer so verstanden, dass es dabei um den Weg nach innen zur Selbsterforschung und -findung ging im Gegensatz zur “Exoterik”.

    1. Da hast du bestimmt recht. Deine Erklärung gibt dem einen anderen Anstrich, der mir ungemein mehr gefällt. Ich wollte mich hier gern vom Okkulten abgrenzen, was mancher ja auch in die esoterische Richtung schiebt.
      Ich wünsche dir und dem gemütlichen Gentleman einen schönen Jahreswechsel. Kommt gut und gesund rüber.

      1. Ich habe mal gegoogelt, und du hast Recht, die Auffassung davon, was Esoterik eigentlich bedeutet geht weit auseinander. Meine eigene ist mehr eine ältere.

        Okkultismus benutzt ja Naturmagie mit Kräften von aussen. Da lasse ich lieber die Finger von. Ich muss da immer an den Zauberlehrling denken … 😉

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