Ein Buch für die Feiertage: Weihnachten im Alten Land (Rezension)

Maike ist nicht sonderlich danach zumute, Weihnachten im Schoß der Familie zu verbringen. Frisch getrennt, alleinerziehend und mit einer dicken Beule an der Stirn macht sich sich auf den Weg ins Alte Land, um dort mit ihrem kleine Sohn Jakob, Schwester Anne und Vater Thees Heiligabend zu feiern. Auch in Annes Leben läuft nicht alles glatt. Sie liebt einen Mann aus einem fernen Land, den der Vater kategorisch ablehnt. Werden die beiden Schwestern auf dem malerischen Apfelhof doch noch ihr Weihnachtsglück finden?

Doch da ist noch mehr, was die Familienbande belastet. Groll und Traurigkeit liegen in der Luft, wann immer das Gespräch auf den Wegzug der Mutter kommt. Beide Schwestern haben es noch immer nicht verkraftet, dass die Mutter ihre Töchter im besten Teenageralter verließ, um in der Schweiz Karierre zu machen. Anne und Maike wollen ihrer Mutter nicht verzeihen. Doch als dann Katharina am Heiligabend plötzlich vor der Tür steht, kann niemand mehr einer Aussprache entkommen.

Sanne Jellings präsentiert mit “Weihnachten im Alten Land” ein kleines Leseschmankerl, das sich hervorragend über die Feiertage genießen lässt –  und vielleicht sogar den ein oder andern Frieden zu stiften vermag. Denn wer kennt das nicht. Gerade das Thema Familie ist doch oftmals zwischen Bescherung, Rotkohl und Gänsebraten vielerorts mit Spannungen verbunden. Auch Maike, Anne und deren Eltern sind gefangen zwischen Vorurteilen und Geheimnissen. Allerdings darf sich zum Fest der Liebe endlich der ein oder andere Knoten lösen und am Ende gemeinsam in großer Runde zwischen neuem Verständnis und Versöhnung Katharinas Bratäpfel genossen werden.

Fazit: Als schmaler Band kommt “Weihnachten im Alten Land” daher und doch versteckt sich darin allerhand Hoffnung auf einen guten Ausgang aller Dinge, die uns vor allem während der Feiertage umtreiben. Unbedingt lesen!


Informationen zum Buch:

Weihnachten im Alten Land

Sanne Jellings

Rowohlt Verlag

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