Die Frau, die nicht an Gott glaubte und Jesus traf – Charlotte Rørth (Rezension)

Als die dänische Journalistin Charlotte Rørth sich zu einer Pressereise nach Spanien aufmacht, ahnt sie nicht, dass dies der Beginn einer kompletten Lebensveränderung sein wird. In der Sacra Capilla del Salvador macht die Frau, die sich vor vielen Jahren gegen die Religion entschieden hat, eine der wohl größten spirituellen Erfahrungen. Charlotte Rørth begegnet Jesus.

Danach ist nichts mehr wie zuvor. Charlotte spürt die Liebe in allen Dingen, sieht Auren und ist selbst von Licht durchflutet, was anderen Menschen auffällt. Aber mit all dem muss sie erst einmal zurecht kommen. Weinkrämpfe schütteln ihren schlaflosen Körper. Sie kämpft mit Kopfschmerzen, großer Unruhe und vor allem einer überwältigenden Sehnsucht. Das Erlebnis lässt Charlotte nicht los.

An Jesus zu glauben, kann für den Menschen der heutigen Zeit äußerst provokant wirken, denn er selbst erinnert uns daran, dass wir keine Macht über das Leben haben.” (S. 118)

Mit ihrer Erweckung hat Charlotte ihr journalistisches Gespür nicht verloren, vielmehr befeuert es den Tatendrang, diese Geschichte aufzuarbeiten – ihre Geschichte. So macht sie sich auf, um im Dialog mit Psychologen, Theologen und Wissenschaftlern die außergewöhnliche Grenzerfahrung und ihre Auswirkungen zu erkunden.

“Ich verlasse mich auf dich.”

Von der ersten Seite an, nimmt der Bericht von Charlotte Rørth und jenes Spannungsfeld zwischen Vernunftdenken und Vision den Leser gefangen. Die präzise Beleuchtung der Erfahrung, ihrer körperlichen, seelischen und geistigen Folgen sowie all deren Untersuchungen unter Zuhilfenahme verschiedenster Quellen, sind so authentisch beschrieben, dass man der Autorin all das glauben will, ja fast schon muss.

FAZIT: Mit ihrem überaus mutigen Buch “Die Frau, die nicht an Gott glaubte und Jesus traf”, schafft es Charlotte Rørth Begrenzungen aufzulösen. Sie zeigt, dass eine Begegnung mit Jesus in unserer modernen Welt, die Gott viel zu oft zur Seite drängen will, einen inneren Weg bereitet, der zwar anspruchsvoll ist, aber auch eine ungeahnt tiefe Freude erfahrbar macht.

2 Replies to “Die Frau, die nicht an Gott glaubte und Jesus traf – Charlotte Rørth (Rezension)

    1. Ja, das habe ich auch die ganze Zeit gedacht. Diese Möglichkeit ist doch ein Geschenk und wahrscheinlich auch eine Aufgabe. Ich glaube, sie sollte mit dem Buch anderen davon erzählen.

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