Himmel zu vererben – Christa Rau (Rezension)

Die betagte Sophia führte stets ein bescheidenes Leben. Als sie stirbt, hinterlässt sie der Verwandtschaft ein riesiges Vermögen. Allerdings ist eine Bedingung an die Auszahlung gebunden: Alexa, Robert und ihr Sohn Simon müssen ein Jahr lang als Christen leben. Diesen Schritt zu wagen, ist für die Familie gar nicht so einfach. Doch die Aussicht auf eine Erbschaft macht die drei zu Verbündeten in ihrem Glaubensbekenntnis, nichtsahnend, dass Gott schon bald ihr Leben auf den Kopf stellen wird.

Während Robert und Alexa anfänglich damit hadern, das Experiment “Christ sein” zu wagen, bekundet Simon eine gewisse Neugier, welche die Familie bald zum Pfarrer führt. Der verschenkt nicht nur Bibeln und Andachtsbücher, sondern teilt die drei auch verschiedenen Gruppen zu, damit sie sich in der Gemeinde einleben und hier aktiv werden.

Robert, dem das alles mehr als peinlich ist, würde sich lieber, statt gemeinsam mit anderen Gläubigen in der Bibel zu lesen, mit seiner heimlichen Geliebten treffen. Aber dann beginnt Gott in seinem Leben zu wirken und auch Alexa erlebt eine Überraschung, die sie nie für möglich gehalten hätte. Simon integriert sich zwischenzeitlich gut in den Jugendkreis, aber in Sachen Herzensangelegenheiten bräuchte er noch ein bisschen Hilfe von oben.

Christa Rau, Pfarrfrau und Mutter von 5 Kindern, erzählt mit “Himmel zu vererben” einen Entwicklungsroman voller Wunder. Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund, wenn sie all die Schwierigkeiten auf dem Weg zum Glauben innerhalb der eigenen und der fremden Erwartungen schildert. Außerdem gewährt sie einen nicht unerheblichen Einblick in die von Hoffnungen erfüllte, aber auch von Zweifeln geschüttelte menschliche Psyche, die sich damit auseinandersetzen muss, inwieweit sich das Leben ändert, wenn man plötzlich zu Reichtum kommt. Letztlich stellt sich die Frage, was und wie viel von allem man denn überhaupt braucht, um wirklich glücklich zu sein.


Informationen zum Buch:

Himmel zu vererben
Christa Rau
Brunnen Verlag

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