Die Sommer der Porters von Elizabeth Graver (Rezension)

Jahr für Jahr reisen die Porters samt aller Kinderfrauen und Dienstmädchen nach Massachusetts auf die Halbinsel Ashaunt, um dort ein unbeschwertes Ferienglück zu genießen. Doch im Sommer 1942 ist alles anders. Der Zweite Weltkrieg fordert seine Opfer und auch in Ashaunt bleibt nichts wie es einmal war.

In ihrem Roman “Die Sommer der Porters” erzählt Elizabeth Graver von einem Soldatensommer, der lange Schatten werfen wird. Zu Beginn erfahren wir, dass jenes beschauliche Ashaunt kurz vor Ankunft der Sommergäste in einen Militärstützpunkt verwandelt wurde. Den Sohn der Porters zieht man zum Wehrdienst ein und die Kinderfrau Bea verliert ihr Herz an einen Soldaten, während die jungen Mädchen zwischen Unbeschwertheit und Erwachsenwerden schwanken. Jahre später erleben wir mit einer unsicheren Helen Höhen und Tiefen und begleiten anschließend ihren Sohn Charlie durch eine Sinnkrise.

Elizabeth Graver zeichnet das Bild einer Familie über Jahrzehnte hinweg, spielt dabei elegant mit Verstrickungen und Stolperfallen, während kein Sommer dem anderen gleichen wird. Die Erzählweise der Autorin gleicht einem Tanz, der sich von Protagonist zu Protagonist verändert. Das Cover mag etwas Anderes vermuten lassen, doch der Roman ist keine leichte (Sommer-)Lektüre. Wer sich allerdings auf die tiefgründigere Schreibe Gravers einlässt, wird am Ende mit dem facettenreichen Portrait einer Familie belohnt.

Informationen zum Buch:

Die Sommer der Porters
Elizabeth Graver
btb Verlag

4 Replies to “Die Sommer der Porters von Elizabeth Graver (Rezension)

  1. Liebe Katja,

    ich lese jetzt ja schon viele Jahre bei Dir mit., was mich begeistert ist Dein Engagement für die Leser von morgen, Mama bitte noch eine Seite ist da wichtig für mich, genauso wie ich es außerordentlich schätze, das Du für uns Romane präsentierst, die Beachtung verdienen, weil wir uns auf die Geschichte und die Protagonisten einlassen sollten – denn ein Buch oder eine gute Geschichte lebt davon! Schade wäre es, wenn wir uns dafür nicht mehr die Zeit nehmen. Darum bist Du stets bemüht und dafür möchte ich Dir heute danken – das ist sehr selten geworden im Netz!

    Herzliche Grüße aus Frankfurt – Ira

    1. Liebe Ira, was für ein Kompliment! Deine Worte berühren mich sehr und du machst mich gerade regelrecht sprachlos dankbar… Ich freue mich, wenn meine Geschichten-Leidenschaft Funken schlagen darf.
      Grüße von Herzen aus Leipzig, Katja

Kommentar verfassen