Das große Magic Cleaning Buch (Rezension)

Allein wenn man den Namen Marie Kondo hört, denkt man an ein sauberes und luftiges Zuhause. Weltweit wird die sympathische Japanerin als Aufräumkönigin gefeiert. Doch Marie Kondo ist nicht nur Expertin für die Ordnung innerhalb unserer vier Wände. Sie weiß auch, dass das Aufräumen unser Leben und uns selbst positiv verändern kann.

Bento-Box at Home – Ordnung schaffen mit japanischer Ästhetik

Mit “Das große Magic-Cleaning-Buch” lüftet der Rowohlt Verlag das Geheimnis der KonMari-Methode. In drei Teilen, welche alle hübsch illustriert sind, dürfen sich die Leser einem aufgeräumten Zuhause nähern, in dem sie sich wohlfühlen sollen. Nachdem der Erläuterung der sechs Grundregeln des Aufräumens, geben die KonMari-Profitipps die nötige Motivation, um mit dem Ausmisten loszulegen. In Teil zwei nimmt uns Marie Kondo mit durch die jeweiligen Bereiche unseres Zuhauses und räumt gründlich alle Schränke auf. Dabei orientiert sie sich zunächst an der Kleidung, den Büchern und all der Papierflut, ehe sie sich den Kleinkram innerhalb der Zimmer und den Erinnerungsstücken widmet. Der letzte Teil des Buches befasst sich noch einmal mit der Psychologie des Aufräumens und verweist auf das Glücksgefühl, das entsteht, wenn man sich aufgehoben fühlt inmitten all seiner liebsten Dinge (und auch weiß, wo man diese findet).

Mehr als ein geschmackvolles Zuhause

Beim Lesen wird schnell klar, dass es Marie Kondo nicht um das Entrümpeln allein geht. Sie will ihren Klienten ganz gezielt ein Gefühl dafür vermitteln, welche Dinge sich aufzuheben lohnen und welche nicht. Sie empfiehlt dabei, die Dinge in die Hand zu nehmen, um zu erspüren, welche Dinge einen guten Wert für uns haben und welche nicht.

Beim Aufräumen muss man sich unweigerlich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen. Dinge, die seit Jahren oder gar Jahrzehnten unberührt in einer Schublade liegen, sollen plötzlich wieder angeschaut und bemessen werden. Dabei fragt man sich, warum möchte ich den Gegenstand behalten oder warum nicht. Schließlich modert das Ding schon ewig unbesehen in einer dunklen Ecke des Hauses vor sich hin. Was wir an uns binden, erzählen uns nicht nur gesammelte Schätze aus der Vergangenheit. Hinzu kommen unzählige Geschenke, die über die Jahre verteilt an all die verstrichenen Jubeltage erinnern.

Der Glücksrausch der Ordnung

Marie Kondo weiß aus der langjährigen Erfahrung als Aufräum-Coach, dass letztlich die Dinge, die nach dem Aussortieren übrig bleiben, uns mit so viel Freude erfüllen werden, dass es uns möglich wird, unseren idealen Lebensstil zu finden und zu erkennen, was und auch wer uns überhaupt am Herzen liegt. Die Zufriedenheit, die sich dabei einstellen kann, mag überraschen, gerade diejenigen, die daran glauben, dass viel Kram viel Sicherheit bedeutet.

Fazit

“Das große Magic-Cleaning-Buch” ist ein hübsch bebilderter und überaus motivierender Leitfaden, der uns vom Überfluss befreien und den Fokus auf die Lieblingsstücke lenken möchte. Marie Kondo schafft es, den Leser zu überreden, sich von Kram und Krempel zu trennen, ohne dass sich dies wie ein Verlustgeschäft anfühlt.

Informationen zum Buch:

Das große Magic-Cleaning-Buch
Marie Kondo
Rowohlt Verlag

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