Die Begegnung von Andy Andrews (Rezension)

Andy ist Vollwaise. Die Mutter starb an Krebs, der Vater ist durch einen Autounfall ums Leben gekommen. Seither lebt der junge Mann unter der Brücke, hält sich mit Gelegenheitsjobs so gut es geht über Wasser. Nur manchmal, wenn der Hunger zu groß ist, bricht er in die Ferienhäuser am Strand ein, um sich Essen zu stehlen. Nach einem besonders schlimmen Tag, entlädt sich Andys Einsamkeit und Verzweiflung in einem Sturzbach voller Tränen. Er glaubt sich allein in seinem Elend, als plötzlich ein alter Mann namens Jones auftaucht. Dieser stellt eine ungewöhnliche Bitte an Andy. “Kommen Sie heraus ins Licht”, fordert er ihn auf. Jener erste Schritt, den Andy daraufhin wagt, verändert seine Perspektive aufs Leben auf ganz unglaubliche Weise.

“Die Samen der Schwarzmalerei finden in einem dankbaren Herzen erst gar keinen Halt.”

Wer ist dieser Mann namens Jones, der auf die Anrede “Mister” verzichtet, dafür aber nie ohne seinen abgeschabten Koffer unterwegs ist, welcher genauso in die Jahre gekommen zu sein scheint, wie der geheimnisvolle Mann selbst? Jones besitzt nicht nur die Gabe der Voraussicht, er kennt die innersten Wünsche und Abgründe seines Gegenübers ganz genau. Jones versorgt Andy fortan nicht nur mit guten Gedanken, sondern auch mit Biografien. Andy liest jede einzelne. Am Ende sind es über 200 Bücher, die Andy verändern und ihm den Weg ebenen, ein Dasein in Fülle und Zufriedenheit zu führen. Doch es ist nicht nur Andys Leben, das durch Jones Hilfe eine entscheidende Wendung erfährt.

“Das, worauf man sich im Leben konzentriert, nimmt zu.”

Andy Andrews legt mit “Die Begegnung” eine Geschichte vor, von der wir wünschen, dass sie wahr ist, dass sie genauso gut uns passieren könnte. Es ist ein Buch voller Weisheit, die sich offenbart, wenn wir drohen, die Hoffnung zu verlieren, wenn wir anfangen zu zweifeln. Die lebenskluge, sanftmütige und mystische Figur des Jones ermutigt dazu, die Perspektive zu wechseln. Jones nimmt den Leser an die Hand und zieht ihn fort von all der Negativität, den Grübelschleifen und dem Selbstmitleid. “Die Begegnung” offenbart sich als Begegnung mit Gott und mit uns selbst. Ganz gezielt führt uns Andy Andrews aus so manch gefühlter Ausweglosigkeit und öffnet den Blick für das scheinbar Unmögliche.

Informationen zum Buch:

Die Begegnung
Andy Andrews
Brunnen Verlag

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