Journal of Happiness (Rezension)

Kann man selbst beeinflussen, wie glücklich man sich fühlt? Oder gar das Glücksempfinden ganz gezielt steigern? Marius Kursawe, professioneller Glücksberater, der Menschen bei beruflichen Umbrüchen begleitet, kann diese Frage eindeutig mit Ja beantworten. In „Journal of Happiness“, erschienen bei arsEdition, hat er langjährige Forschungsergebnisse aus der Positiven Psychologie einfließen lassen, mit dem Ziel durch regelmäßige kleine Übungen den eigenen Glücksmuskel zu trainieren. Dafür sind nur wenige Minuten täglich notwendig.

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Es gibt allerhand Dinge, die dafür sorgen, dass wir uns für einen kurzen Moment glücklich fühlen – das Surfen im Internet, eine Shoppingtour oder das Naschen von Schokolade gehören dazu. Aber diese Äußerlichkeiten schaffen es nicht, uns zu wirklich tief empfundenen Glück zu verhelfen. Statt zu schnellen Kurzzeit-Lösungen zu greifen, plädiert die Positive Psychologie dafür, aktiv zu werden und sich selbst besser kennenzulernen.

Blättern wir einmal hinein…

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Im „Journal of Happiness“ steht jede Buchseite für einen Glücks-Tag. Eingeleitet mit einem Zitat finden sich auf dem Blatt drei Felder zum Ausfüllen. Zuerst geht es darum, sich – am besten gleich nach dem Aufstehen – drei kleine Ziele zu setzen. „Was würde meinen Tag reicher machen“, heißt es hier. Dabei liegt der Fokus auf dem Wesentlichen. Eventuell ist eins dieser Ziele das gemeinsame Abendessen mit der Familie, ein Spaziergang in der Mittagspause, die Yogaübung am Nachmittag, das genussvolle Trinken einer Tasse Tee oder ein Gespräch mit einem guten Freund. Nicht die Anforderungen anderer stehen hier im Vordergrund, sondern das, was wir uns selbst wünschen.

Der Mittelteil, welcher ebenfalls gern am Morgen ausgefüllt werden darf, beschäftigt sich mit der Dankbarkeit. Hier werden drei Dinge aufgezählt, die uns wertvoll sind. Das vermeintlich Alltägliche kann so wieder eine tiefere Bedeutung erhalten. Das dritte Feld resümiert den Tag. Welche waren heute die schönsten drei Momente? Welche Begegnung hat uns glücklich gemacht? Was hat uns gut getan? Abschließend hat man noch die Möglichkeit, im unteren Blattdrittel kleine Erinnerungen einzukleben oder sich Notizen zu machen.

Zu Anfang jeder Woche gibt es stets eine kleine Aufgabe, die entweder über die Woche verteilt oder an einem ausgesuchten Wochentag ausgeführt wird. Am siebten Tag nimmt man sich Zeit, um sich zu vergegenwärtigen, wie man die Zeit erlebt hat und welche Ziele sich erfüllt haben. Zitate und Glückstipps des Experten Marius Kursawe runden das Buch ab.

„Journal of Happiness“ kommt in einer hochwertigen Gestaltung daher. Lesebändchen, Goldprägung, die angenehme Haptik des Einbandes punkten ebenso die wunderschöne grafische Aufbereitung des Innenteils.

Es mag anfänglich etwas Überwindung kosten, allmorgendlich das Journal aufzuschlagen, um sich Ziele zu setzen, doch schon nach ein paar Tagen geht das Aufschreiben ganz routiniert von der Hand. Das Festhalten positiver Gedanken macht nicht nur den Tag reicher, man erwirbt Stück für Stück die Kunst, sich schöne Momente bewusst zu machen und ihnen mit mehr Achtsamkeit zu begegnen. Letztlich erhält man ein Erfolgsrezept, um mit guten Gedanken Stolperfallen des Tages zu umgehen und der Hektik des Alltages mit mehr Gelassenheit zu begegnen.

Informationen zum Buch:

Journal of Happiness
Marius Kursawe
arsEdition
Hardcover, 400 Seiten

Mehr Glück findet ihr hier.

2 Kommentare zu „Journal of Happiness (Rezension)

    1. Das stimmt. Vieles vergisst man so schnell. Im Gegensatz bleiben negative Erfahrungen oft fester verankert. Sich ganz bewusst jeden Tag die schönen Momente bewusst zu machen und dankbar zu sein, erscheint mir ein gutes Gegenmittel. Ich nutze das Journal nun zwar erst seit zwei Wochen, merke aber schon, dass es mir sehr gut tut.
      Liebe Grüße zu dir

      Gefällt 2 Personen

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