Das Leuchten der Erinnerung (Filmtipp)

Was passiert mit dir, wenn dein Geliebter nicht nur die 50 Jahre, die ihr miteinander hattet, zu vergessen beginnt, sondern sich an manchen Tagen nicht mal mehr an deinen Namen erinnert?

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Ella (gespielt von Helen Mirren) hat Krebs im Endstadium und ihr bleibt nicht mehr viel Zeit. Als sie ihren Mann John (Donald Sutherland) zu einer letzten Reise überredet, will sie ihm einen Lebenstraum erfüllen. Von Massachusetts aus fahren John und Ella mit ihrem Oldtimer-Wohnwagen „The Leisure Seeker“ bis nach Key West, um dort das Hemingway-Haus zu besuchen.

Allabendlich versucht Ella mittels Dia-Projektor auf den Campingplätzen entlang der Ostküste die Zeit zurück zu stehlen und ihrer Ehe das zu geben, was in Johns Kopf zerrinnt: schöne Momente und Namen. Nicht immer funktioniert das. John, der kluge Lehrer, zitiert trotz fortschreitender Demenz aus Hemingways Werk bis eines Nachmittags auch der Schlusssatz von „Der alte Mann und das Meer“ ins Vergessen stürzt.

Aber eines sprudelt immer wieder aus John hervor, seine starken Gefühle für Ella, die er wie keine andere liebt. Das Gehirn mag die Bausteine seines Lebens vielleicht nicht mehr tragen, doch in Johns Herz bleibt eine große Liebe bewahrt.

„Das Leuchten der Erinnerung“ ist ein mutiger Film gegen das Vergessen und für die Liebe, gespielt von zwei grandiosen Charakterdarstellern, die im Spiel hervorragend miteinander harmonieren und denen man alles abnimmt – ihre große Zuneigung füreinander, ihren Humor, ihre Verzweiflung, ihre Empfindsamkeit und ihre Entschlusskraft. Die Geschichte um Ella und John ist ein Statement für die Lust am Leben, trotz Krankheit und der baldigen Aussicht auf das Ende aller Tage, zu feiern und zu genießen, mit den Menschen zusammen zu sein, die man ganz besonders liebt. Zudem setzt „Das Leuchten der Erinnerung“ ein Zeichen, selbst entscheiden zu dürfen, wann und wie man Adieu sagen möchte.

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Es ist ein großartiger Film mit toller Roadtrip-Playlist, ein Film, der uns bei den Schultern packen will und Lebensmüdigkeit und manch Alltagsidiotie aus uns herausschüttelt, in dem er sagt: lebt gut miteinander und liebt intensiv – so lange ihr noch hier seid.

Hier könnt ihr euch den Trailer ansehen: Das Leuchten der Erinnerung

Dear Rebecca, dear Wolfgang, I take this opportunity to say once more, that the place where you live is so beautiful and summer-magical. We enjoyed the scenery when we saw the movie in the cinema. A little piece of paradise! Many greetings to you from all of us.

12 Kommentare zu „Das Leuchten der Erinnerung (Filmtipp)

  1. Klingt sehr bewegend. Und erinnert mich ein bisschen an „Wie ein einziger Tag“ von Nicholas Sparks. Da ist der Rahmen ganz, ganz ähnlich. Ich werde das gleich mal in meiner FB-Gruppe empfehlen, da passt es nämlich gut rein. Danke, Katja. 🙂

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    1. Danke, liebe Sandra. Ja, es stimmt „Wie ein einziger Tag“ erzählt auch über die Trennung durch Tod und Krankheit. Film und Buch haben mich sehr berührt.
      Hab noch einen schönen Tag.
      Viele liebe Grüße
      Katja
      PS: Bis bald auf kinderbuch-liebling.de! Wir haben „Flim Pinguin im Kindergarten“ verschlungen und stellen ihn demnächst vor.

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  2. Die Mirren kann ja wirklich alles spielen. 🙂 Der Streifen läuft hier nur im Programmkino – und das wahrscheinlich nicht einmal allzu lang. Sagt ja auch etwas darüber aus, wie sich Mainstream auf diese Thematik einläßt.

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