Ich geb auf mich acht von Geri Scazzero (Rezension)

Heute ist Welttag des Buches. Ich feiere das Lesen mit einem für mich ganz besonderen und ermutigenden Buch. Es ist die wahre Geschichte einer Frau, die stets versucht, es allen und jedem recht zu machen. Sie ist hoch engagiert und stellt ihre Bedürfnisse immer hinter die von anderen. Dabei verliert sie sich selbst. Geri Scazzero muss über ihre Grenzen gehen und dabei tief fallen, ehe sie erkennt, dass jene überaus perfektionistischen Ansprüche an sich als Mensch, Pastorenehefrau, Gründungsmitglied einer New Yorker Gemeinde und zudem Mutter von vier Töchtern, niemals dazu führen werden, zu sich selbst JA zu sagen.

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Der Untertitel des Buches lautet „Eigene Bedürfnisse wahrnehmen, Nein sagen lernen“. Dazu ist Geri viele Jahre lang nicht in der Lage. In ihrer Ehe mit Pete hält sie vieles aus, was sie gar nicht möchte. Um jeden Preis will sie eine gute Christin sein, verbeißt sich regelrecht in die Gemeindearbeit. Vor anderen lässt sich nichts anmerken, aber innerlich zerfrisst sie die Unzufriedenheit.

Geri kommt an einen Punkt, an dem sie merkt, dass sie loslassen muss. Sie gibt nicht die Liebe zu Gott oder ihrem Mann auf, sondern die falschen Vorstellungen von ihrem Leben.

In acht Kapiteln sagt die Autorin Schluss mit:

  • „Was denken die anderen von mir?“
  • Lügen
  • falscher Selbstverleugnung
  • Verdrängung von Wut, Traurigkeit und Angst
  • Schuldzuweisungen
  • Überengagement
  • falschem Denken
  • einem fremdbestimmten Leben

Der Leser wird ermutigt, Grenzen zu setzen, ohne sich dabei schuldig zu fühlen. Die Entscheidung, Dinge zu verändern, kann erst einmal schmerzhaft sein, ehe sich das Leben leichter anfühlt. Authentisch zu sein, ist nicht einfach. Oft wollen wir anderen gefallen, um uns durch deren Bestätigung gut zu fühlen, doch dabei verlieren wir den Bezug zu unserem inneren Kern.

Das Buch gleicht einem Befreiungsschlag. Es deckt Muster auf, die uns vielleicht gar nicht bewusst sind, aber immer wieder dazu führen, dass wir uns unwohl mit uns selbst fühlen. Geri Scazzero schreibt in einer kraftvollen klaren Sprache, wenn sie von ihren tiefen Tälern erzählt und jenen Mitteln, die sie gebraucht, um aus ihrer Depression herauszufinden.

Ich geb auf mich acht ist ein liebevoller Mutmacher und ein hoffnungsfrohes Glaubensbekenntnis – auch zu sich selbst und seinen Mitmenschen.

Informationen zum Buch:

Ich geb auf mich acht
Geri Scazzero mit Peter Scazzero
Brunnen Verlag

208 Seiten, Paperback
ISBN: 978-3-7655-2029-7
Preis: 14,99 Euro

Das Buch erschien bereits unter dem Titel „Jetzt ist Schluss! Mein Aufbruch in ein selbstbestimmtes Leben“.

3 Gedanken zu “Ich geb auf mich acht von Geri Scazzero (Rezension)

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