Ein Kinderbuchliebling mit viel „Tatü, tata“ – Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt

Gerade haben sich Wachtmeister Meier, Löschmeister Wasserhose und deren Kollegen an den Tisch gesetzt, um einen Becher Kaffee und eine Stulle zu genießen. Ihre Pause ist wohlverdient, denn für die Feuerwehrleute gab es heute schon viel zu tun. Doch das „Guten Appetit“ bleibt allen im Hals stecken, als erneut das Telefon klingelt.

Meine Söhne und ich begleiten die Jungs von der Feuerwehr durch einen arbeitsreichen Tag, an dem ein Brand in Oma Eierscheckes guter Stube gelöscht, der kleine Emil Zahnlücke aus einem Loch im zugefrorenen Teich gezogen und der Eingang des Futterhauses im Zoo von einem umgestürzten Baum befreit wird.

Natürlich wird der Kaffee immer kalt, wenn man ständig zum Einsatz gerufen wird, bevor man es sich im Pausenraum der Feuerwache richtig gemütlich machen kann. Einzig Wachtmeister Meier schafft es, seine Brote, von denen er täglich nie mehr als zwölf isst, sowie Omas Quarkkuchen zu verputzen, ehe das Signal ertönt.

feuerwehrkaffee

Der DDR-Kinderbuchklassiker „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“ von Hannes Hüttner und Gerhard Lahr erschien bereits 1969 und hat bis heute nichts von seinem Wortwitz und seiner unterhaltsamen Rasanz verloren. Besonders von meinem ältesten Sohn, Big J., wird die Geschichte innig geliebt, denn die mutigen Männer von der Feuerwehr stehen hoch in seiner Achtung.

Dieses Kinderbuch über die Jungs von der Feuerwehr hebt sich von anderen vor allem auf Grund der deutlich spürbaren Menschlichkeit und Nächstenliebe ab. Zudem unterstreichen die fröhlich farbenprächtigen Illustrationen von Gerhard Lahr einen stets freundlichen und optimistischen Erzählton. Trotz der Brände, die es zu löschen und der Personen, die es zu retten gilt, werden hier keine Angstszenarien heraufbeschwört.  Der Alltag der Feuerwehrleute in dieser Geschichte ist zwar sehr turbulent, doch nicht das Unglück steht im Vordergrund. Mit viel Herz sind die Jungs immer ganz nah am Menschen dran.

Informationen zum Buch:

Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt
Hannes Hüttner (Autor)
Gerhard Lahr (Illustrator)
Beltz | Der KinderbuchVerlag

empfohlenes Lesealter: ab 5 Jahren

32 Seiten
ISBN: 978-3-407-77082-0
Preis: 9,95 Euro

6 Gedanken zu “Ein Kinderbuchliebling mit viel „Tatü, tata“ – Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt

  1. Im ersten Moment dachte ich „Schade, das wäre das perfekte Buch für Maxim gewesen, als er noch kleiner war.“, doch dann kam mir, „wie wunderbar! Ich habe zwei kleine Patensöhne! Und für die ist es perfekt. Nicht umsonst waren wir im vergangenen Jahr alle zusammen als Feuerwehrmänner und -frauen“ (inkl. dekoriertem Bollerwagen-Löschfahrzeug“ auf dem Faschingsumzug.“ Hab lieben Dank für diesen wunderbaren Buchtip!
    Liebe Grüße
    Charlotte

    Gefällt 2 Personen

  2. Ich wollte als Kind immer gern mal eine Eierschecke essen. Ich weiß, so heißt nur die Oma und nicht der Kuchen. 😀 Wenn ich jetzt mal eine Eierschecke kriege, denke ich an das Buch. Wir haben es auch zu Hause und lesen es gern mal vor.

    LG
    Mona

    Gefällt 1 Person

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