Ein Dorf zum Verlieben von Dorothea Böhme (Rezension)

Wanda hat ihre Jugendliebe Richard nie vergessen können. Seit er vor vielen Jahren mit seinen Eltern aus Osterbüren, einem kleinen Dorf bei Münster, fortzog, hat sie nichts mehr von ihm gehört. Unzählige Briefe blieben unbeantwortet und Wanda litt lange Zeit unter der Trennung. Da ist es kein Wunder, dass ein ganzes Dorf sich verbündet, als Richard plötzlich wieder auftaucht und die Urlaubsvertretung des ortsansässigen Arztes übernimmt. Richard und Wanda dürfen sich in dieser Zeit nicht begegnen, damit alte Wunden nicht aufreißen. Doch kann das wirklich funktionieren?

Ein Dorf zum Verlieben von Dorothea Boehme
Ein Dorf zum Verlieben von Dorothea Böhme

Mit teilweise skurrilen Dorfbewohnern, die allerhand Ablenkungsmanöver planen, damit sich die beiden (Ex-)Verliebten nicht in die Arme laufen, schafft die Autorin Dorothea Böhme oft sehr komische Momente.

Erfrischend empfand ich vor allem Wandas Großmütter. Da prallen zwei Charaktere aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein können. Die eine, konventionell und traditionsbewusst, findet ihre Erfüllung in der Hausarbeit, vor allem im Backen. Die andere ist ein Hippie, die das Leben auf jede erdenkliche Art und Weise genießt. Aber beide lieben ihre Enkeltochter von Herzen. Die Bemühung, Wanda zu schützen, vereint die beiden Frauen.

Der Roman liest sich leicht und flüssig, denn Dorothea Böhme versteht es, die Handlung voranzutreiben. Als Leser fiebere ich mit, wann die beiden Protagonisten sich endlich begegnen werden und was jenes Wiedersehen in ihnen auslösen wird. Am Ende bleibe ich mit einem Schmunzeln zurück und dem Wunsch, weitere solch unterhaltsame Bücher der Autorin zu lesen.

Informationen zum Buch:

Ein Dorf zum Verlieben
Dorothea Böhme
Blanvalet

Taschenbuch
ISBN: 978-3-7341-0338-4
Preis: 9,99 Euro

5 Gedanken zu “Ein Dorf zum Verlieben von Dorothea Böhme (Rezension)

  1. servus Dir 🙂
    … es erinnert mich ein wenig an meinen verstorbenen lieben Mann …
    unsere Charaktere waren so krass gegensätzlich – er eher traditionell patriotisch geformte Linie – ich dagegen kreativ neutral geformt – jedoch auch demonstrativ … eine *Wundertüte mit vielen Wunschträumen (passend wie Dorothea Böhme es in ihrem Buch beschreibt )

    … das konnte einfach auf Dauer nicht gut gehen … mhhhhh unsere Lebensgemeinschaft blieb bis zu seinem Ableben spannend … und in unseren Charakteren angleichend –
    lieb grüß aus Hildesheim – die_zuzaly 🙂

    Gefällt 2 Personen

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