Zuversicht im März – Ein Resümee

Egal, ob kirchlich aktiv oder nicht, so kann das Fasten vor Ostern eine gute Gelegenheit sein, um sich auf neue Wege zu begeben. In meinem letzten Beitrag über die Zuversicht schrieb ich über jene perfektionistischen Erwartungen, die schnell zu Stolperfallen werden können. Anlass genug, um jene sieben Fastenwochen zu nutzen und mit einem anderen Anspruch an mich selbst durchs Leben zu gehen.

Statt Selbstkritik, mit der ich mich gedanklich manchmal so zerfleische, so dass mir kein gutes Haar mehr auf dem Kopf zu bleiben scheint, wollte ich am Anfang dieser sieben Wochen vor allem eins: mir selbst genug sein.

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Bildquelle: pixabay

Sieben Wochen ohne perfektionistischen Eifer. Sieben Wochen ohne den inneren ständigen Kritiker über die Selbstannahme siegen zu lassen.

Versteht mich nicht falsch. Ich finde ein gesundes Maß an Selbstkritik durchaus wichtig. Sie lässt uns lernen, bringt uns voran, manchmal treibt sie uns auch. Mit sich kritisch zu sein, darf nur nicht so ausarten, dass man sich für jedes Tun so zur Rechenschaft zieht, dass es sich anfühlt, als stünde man vor Gericht. Starke Selbstkritik kann auch bedeuten, dass man in jeder seiner Handlungen Fehler findet. Dann wiederum besteht die Gefahr der Stagnation, weil man von vornherein Angst hat, zu versagen.

Diesem Risiko möchte ich von vornherein trotzen und damit es gar nicht so weit kommt, gehe es lieber zuversichtlich an. Daher also:
Sieben Wochen mit einem „Du bist genug“.

Ich tue dies, um innerlich zur Ruhe zu kommen, vielleicht im Versuch, mich auf mich selbst zu besinnen, fernab aller Idealvorstellungen und jedem „hätte, könnte sein“ und „wäre wenn“, dass manchen Taten oder Äußerungen mitschwingt oder nachhängt.

Sich genug sein. Das fühlt sich gut an. Ziemlich friedlich.

Der Alltag bleibt der gleiche, der Job ebenso. Meine Pflichten lösen sich nicht in Luft auf. Aber ich bemühe mich um mehr Gelassenheit. Und statt einem „hätte ich doch“, wähle ich lieber ein „okay“. Ich bin gespannt, was ich über die Fastenzeit hinaus davon mitnehmen kann.

Ich wünsche euch friedliche Apriltage voller Selbstannahme. Ihr seid genug.

7 Gedanken zu “Zuversicht im März – Ein Resümee

  1. Liebe Katja,

    Deine Zeilen gehen unter die Haut, wärmen von innen und machen Mut!
    Danke wieder für diesen sehr nachdenkenswerten und aufrichtigen Beitrag.
    Ich wünschte, Du könntest Dich mit unseren Augen sehen, dann wärest Du Dir
    mit Sicherheit nicht „nur“ genug.
    In diesem Sinne hab ein gelassenes, sonniges und friedliches Wochenende,
    und sei herzlich gegrüßt von Doreen.

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  2. … mein letzter Beitrag beinhaltete den Perfektionismus – sei einfach einmal Du selbst – nämlich entspannt *unperfekt* –
    deine Zweifel lassen darauf schließen – das dich versteckte Ängste fast zermürben – dich ruhelos in eine Ecke schieben – wo du nicht sein möchtest – Dir selbst nicht gut genug zu sein – lieferst du dich einer fatalen Irritation – dem Seelen-Stress aus –
    ein gewisses Maß an Selbstkritik erfrischt – glaube an Dich – Gott hat dich genauso gewollt –
    ich nutze die Fastenzeit auch für Besinnung und Einkehr in mein tiefstes Inneres –

    drücke dich – lieb grüß – die zuzaly ❤

    Gefällt 1 Person

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