Zuversicht im Februar – ein Resümee

Funktioniert jener Wunsch, zuversichtlich zu sein, wenn der Alltag durch den Wiedereinstieg ins Berufsleben nach der Elternzeit neu durchdacht und strukturiert werden muss und man sich zusätzlich durch Krankheiten der Kinder während der fortdauernden Erkältungssaison oder einem eigenen Infekt, der Sand ins Getriebe streut, eine Tagestaktung überlegen muss, die alle zufriedenstellt? Hinzu kommt ein Ereignis, auf das man sich freut, auf das sich das Kind freut und man möchte dieser Vorfreude unbedingt gerecht werden.

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Bildquelle: pixabay (StockSnap)

Arbeitseinstieg, Kindergeburtstag und Infekte… in diesem Monat war es nicht ganz so einfach, alles unter einen Hut zu bekommen. Manchmal habe ich mich selber dabei erwischt, dass ich mir zu viel Druck gemacht habe, unbedingt alles perfekt machen zu müssen.

Gegen den Perfektionismus kann man nicht gewinnen. Die Messlatte liegt soweit oben, dass man sie gar nicht erreichen kann. Es ist ein selbstgemachtes Übel, welches Leib und Seele schadet. Es immer bestmöglich machen, führt zur Erschöpfung. Und es gibt kein Eigenlob, das in diesem Zusammenhang ja sowieso stinkt.

Aussicht auf Erfolg? Unmöglich. Zufriedenheit mit dem Ergebnis? Niemals.

Das klingt nicht sehr vergnüglich, oder?

Ich bin kein Perfektionist, aber in gewissen Dingen und Situationen fordere ich mich selbst so heraus, um mir dann doch nicht genug zu sein. Aber warum und was hat das Ganze nun mit Zuversicht zu tun? Es gibt immer wieder Stolperfallen im Leben. Manchmal sind das Steine, die wir uns selbst in den Weg gelegt haben. Vielleicht symbolisieren diese Steine einen viel zu hohen Anspruch an uns selbst oder an die Rolle, die wir glauben, ausfüllen zu müssen. Grenzüberschreitungen unseres Wesen. Es tut gut diese hausgemachten Dinge zu erkennen. Dafür muss man meist erst mal hinfallen. Das tut weh, ist aber nicht schlimm, wenn man wieder aufsteht.

Letztendlich darf man um Hilfe bitten und Hilfe annehmen, ohne sich klein zu fühlen. Wenn man schon einen Kindergeburtstag dreimal vorbereiten muss (Kita, Freunde, Familie), dann tut es auch mal eine Torte aus der Tiefkühltruhe, noch besser ist natürlich der mitgebrachte Kuchen von der Schwägerin. Wenn man bereits in der dritten Arbeitswoche den Chef anruft und sagt, dass man wegen einem kranken Kind zu Hause bleibt, dann ist das leider so. Da dürfen Schuld und Scham keinen Platz haben. Da zählt zuallererst die Zeit für das kranke Kind und dessen Genesung. Wenn es einen selbst von den Füßen haut und der Mann auf Dienstreise ist, dann ist man unendlich dankbar, wenn die Schwiegermama den Fahrtdienst zur Kita übernimmt.

Ich bin zuversichtlich, weil ich, während mich meine eigenen Scheuklappen erschöpften, um Hilfe bat und ich sie auch erhielt. Das ist für mich ein großes Geschenk und es macht mir Mut, Schwäche zeigen zu dürfen.

Ich wünsche euch einen guten Start in den wunderbaren Monat März. Ich wünsche euch Zuversicht und Hilfe, wenn ihr sie braucht.

Habt es fein!

 

8 Gedanken zu “Zuversicht im Februar – ein Resümee

  1. Liebe Katja,

    ich finde, dass man trotz der gewesenen Unruhen immer so eine Ruhe und Gelassenheit bei Dir heraus liest – das macht mir Mut! Der liebe Perfektionismus ist nämlich auch mein Freund; meist ein schlechter. Aber auf der anderen Seite treibt er eben auch an.. Naja. Du hast also – wie ich auch – das Los des Wiedereinstieges ins Arbeitsleben gezogen! Ist ne ganz schön harte Nuss, finde ich. Und ja: Das arme Kind sucht sich seine Krankheit ja nicht aus – egal, in welcher Arbeitswoche. Das hätte ich mir bestimmt auch ganz klar machen müssen, weil ich eben am liebsten perfekt sein will. Mein erster Arbeitsmonat ist gerade rum und jetzt darf hier jeder wieder krank werden… Ich hoffe, Ihr seid alle wieder wohlauf und genießt die ersten frühlingshaften Witterungen 🙂

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    1. Liebe Frau Lampenhügel,
      ja, der Perfektionismus ist ein Kutscher mit scharfer Peitsche. Man meistert viele Streckenabschnitte mit Bravour, kommt stetig voran, aber wenn man nicht mal die Zügel locker lässt, fällt das Pferd irgendwann einfach um. Daran muss ich mich auch immer wieder erinnern. Ich hoffe also, du schaffst dir kleine Ruheinseln, um Kraft zu tanken.
      Viele liebe Grüße
      Katja

      Gefällt 1 Person

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