Ein Märchen im Winter von Kate Lord Brown (Buchrezension)

Seit dem Verschwinden ihres Mannes steht die Goldschmiedin Grace vor einem Scherbenhaufen. Sie hat ihr Haus und ihr Geschäft durch Pfändung verloren und muss sich nun allein um ihre zehnjährige Tochter kümmern, die ihren Vater schmerzlich vermisst. Die Anstellung als Assistentin bei dem älteren exzentrischen Gutsbesitzer Fraser Stratton und der Einzug in ein kleines Cottage auf Frasers Landbesitz scheinen Mutter und Tochter etwas Stabilität zurückzugeben, bis das Auftauchen von verlorengeglaubten Edelsteinen und das Geheimnis zweier antiker Broschen Grace erneut den Boden unter den Füßen wegzuziehen droht.

marchenwinter

Der Buchtitel „Ein Märchen im Winter“lässt eine leichtfüßige und träumerische Handlung vermuten, doch verbirgt sich zwischen den Buchdeckeln eine Geschichte über schwere Verluste und Neuanfänge, über den Mut, nicht in Traurigkeit zu ertrinken, sondern zu kämpfen.

Zwölf Monate lang lässt uns Kate Lord Brown die Protagonisten begleiten. Dabei fungieren zwölf Edelsteine, deren jeweilige Bedeutung zu Anfang eines jeden Kapitels kurz erwähnt wird, als Schlüssel. Und natürlich spielt der Schmuck im Leben der Goldschmiedin Grace eine wichtige Rolle. So ist es eine alte Brosche ihrer Großmutter und deren Gegenstück, welches sich in Fraser Strattons Besitz befindet, welche Grace beflügeln, das Geheimnis dieser Verbindung zu lüften. Frasers Patensohn Jack kommt Grace dabei näher, als sie je gewollt hätte, denn die Verletzung ihres Herzens, welche ihr durch das Verschwinden ihres Ehemannes Sam zugefügt wurde, ist längst nicht verheilt.

Die Beziehung zwischen Grace und Fraser hat mich sehr berührt. Beide sind zutiefst verletzte Seelen, die sich in ihrem Kummer aber immer wieder gegenseitig anstupsen, einander helfen, weiterzugehen. Jeder der beiden trägt eine eigene sehnsüchtige Liebesgeschichte mit sich, welche die Handlung des Buches vorantreibt, aber es ist die Freundschaft dieser beiden Menschen, Grace und Fraser, die mein Herz während des Lesens erhellt hat.

2 Kommentare zu „Ein Märchen im Winter von Kate Lord Brown (Buchrezension)

  1. Sag mal, liebe Katja, diese Frage brennt mir schon so lange auf der Seele. Spätestens seitdem ich zum wiederholten Male nach Deinen Rezensionen diese auch direkt kaufen musste. 😉 : Wann liest Du all diese wunderbaren Bücher? Ich wäre so dankbar, dafür eine Funken Zeit zu finden…. Aber hab so großen Dank für diese wunderbaren Impulse! Ich liebe sie und gehe oft zu ihnen zurück. – Und es ist einer der wenige Vorsätze für 2017 wieder mehr zu lesen. Was, werde ich bei Dir finden!

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    1. Meine liebe Charlotte, danke für deine Worte. Ich freue mich, wenn einige meiner Buchtipps dich erreichen dürfen. Meine Lesezeit liegt immer in den Abendstunden, meist von 21:00 Uhr bis 22:30 Uhr (aber nicht jeden Abend) oder auch am Wochenende, wenn die Kinder ihren Mittagsschlaf machen. Lesen entspannt mich seit jeher und ich kann in ein Buch tiefer abtauchen als in einem Film. Viele liebe Grüße zu dir

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