Das 10-Minuten-Projekt von Chiara Gamberale (Buchrezension)

Chiara Gamberale war für mich eine literarische Unbekannte, was wohl daran lag, dass nur eins ihrer Bücher bisher ins Deutsche übersetzt wurde. Mit „Das 10-Minuten-Projekt“ weiß die italienische Autorin zu überzeugen und beschenkt uns nicht nur mit ein paar vergnüglichen Lesestunden, sondern packt obendrauf eine therapeutische Hilfe, welche, wenn wir es wagen, absolut alltagstauglich ist.

chiara

Die Protagonistin der Geschichte, die den gleichen Namen wie die Autorin trägt, verliert ihren Job, zieht mit ihrem Ehemann ins fremde Rom und wird dort von ihm sitzen gelassen. Das Leben liegt in Scherben und nichts scheint Chiara trösten zu können. Da kommt der Rat ihrer Therapeutin gerade recht: „Machen Sie ab jetzt einen Monat lang zehn Minuten am Tag etwas, das Sie noch nie gemacht haben.“

Chiara lässt sich auf dieses Spiel, wie es ihre Therapeutin nennt, ein. Ist es anfänglich nur eine andere Nagellackfarbe, entdeckt Chiara bald Fähigkeiten, die sie, in sich zu tragen, nie für möglich gehalten hätte. Je öfter Chiara über ihre Grenzen geht, umso mehr findet sie zu sich selbst.

Das Buch macht Mut, neue Dinge auszuprobieren und seien es nur zehn Minuten Rückwärtslaufen, um den Blickwinkel zu ändern. Der Alltag mit seinen Gewohnheiten ist oft wie ein Zaun, um unser Grundstück, der uns zwar schützt, aber uns auch von der restlichen Welt abschneidet. Mit „Das 10-Minuten-Projekt“ will die Autorin diesen Zaun nicht einreißen, aber sie reicht uns die Hand, um wenigstens ab und an einmal darüber zu steigen und Dinge zu entdecken, die wir in ihrer Fremdheit aus unseren Gedanken ausgeschlossen haben.

Habt es fein!

 

2 Gedanken zu “Das 10-Minuten-Projekt von Chiara Gamberale (Buchrezension)

    1. Als ich auf der Suche nach dem Partner meines Lebens war, habe ich es so gemacht. Ich nannte es „jeden tag mindestens einen neuen Ort azfsuchen“ und so ging ich zB in weit entfernte Supermärkte einkaufen oder in entlegene Parks für Prüfungen lernen. Es hat geklappt 😉
      Ich dachte ich müsse nur die Anzahl an Männern die ich pro Tag sehe erhöhen um statistisch die Chance zu erhöhen meinen liebsten zu treffen *strahl*.

      Sehr cool, dass es zu dieser Methode ein Buch gibt :)))

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