Unsere Fahrradreise als Familie (Teil 2)

Hier kommt der zweite Teil des Reiseberichts von unserem Fahrradurlaub in der Saale-Unstrut-Region. Auch während der letzten beiden Tagen gab es einiges zu entdecken…

Tag 4: Artern – Sömmerda – Bad Sulza (mit dem Rad unterwegs: 34 Kilometer)

Nach einem zeitigen Frühstück machen wir uns auf den Weg. Wir rollen den Weinberg hinab und fahren unseren letzten Abschnitt des Unstrut-Radweges in Richtung Sömmerda. Es ist wieder ein wunderbarer warmer Tag. Wir passieren Obstbäume, die ihre Früchte abwerfen. Die Luft schmeckt apfelmostig und wir können nicht widerstehen, ein paar rotwangige Äpfel zu pflücken. In Sömmerda gibt es für jeden von uns noch ein Eis, bevor wir in den Zug nach Bad Sulza steigen. Die Fahrradplätze sind heiß umkämpft, aber wir rücken zusammen und so kommen alle mit. In Bad Sulza haben wir eine Übernachtung im Hotel an der Therme gebucht. Wir erleben dort im wahrsten Sinne einen Bauchklatscher. Von Kinderfreundlichkeit ist nichts zu spüren. Wir verbringen eine Stunde in der Therme, ehe es uns wieder nach draußen zieht. In einem Biergarten beenden wir den Tag mit Flammkuchen, Pommes und Rostbrätel.

Unser Tag in Bildern:

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Artern erwacht. Talblick vom Weinberg am Morgen.
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Picknick im Freien kurz vor Sömmerda. Die Kinder sind mittagsmüde.
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Die Unstrut.
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Im Zug nach Bad Sulza.
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Stifte und Papier passen in jede Tasche.

Tag 5: Bad Sulza – Bad Kösen – Naumburg – Wethau – Schönburg – Weissenfels – Leipzig (mit dem Rad unterwegs: 43 Kilometer)

Wir sind froh, als wir am nächsten Morgen wieder auf die Räder steigen. Wir passieren Weinberge und machen Bekanntschaft mit einer Eselsippe, ehe wir mit unseren Drahteseln 85 Höhenmeter erklimmen. Nahe der Rudelsburg gibt es einen schönen Aussichtspunkt. Wir blicken vom Berg hinab auf die Saale, die sich durchs grüne Tal schlängelt. Wir schauen Eisenbahnen hinterher, die winzig, wie auf einer Modellbauplatte, wirken. Dann geht es weiter. Bei Bad Kösen habe ich erneut einen Platten auf dem Hinterrad. Während der Herzensmann gemeinsam mit Big J. mein Rad repariert, macht Little J. in Ruhe ein Schläfchen. Das Weingut Kloster Pforta überrascht uns mit einem Probier-Pfad. Wir dürfen von den vielen unterschiedlichen Rebsorten kosten, die am Wegesrand wachsen. Den Blauen Portugieser krönen wir zum Weinkönig. Kurz nach Naumburg biegen wir noch einmal falsch ab, ehe wir wieder auf den Saale-Radweg gelangen. Die letzten Kilometer in einer verzauberten Landschaft, welche die Abendsonne in goldenes Licht taucht, nehmen wir ganz bewusst in uns auf. In Weissenfels steigen wir in den Zug nach Leipzig. Es geht nach Hause. Und das ist auch ein ganz wunderbares Gefühl.

Unser Tag in Bildern:

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Was sagte der Esel im Märchen Die Bremer Stadtmusikanten? „Etwas besseres als den Tod findest du überall.“ Kluge Märchenbrüder.
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Blick vom Berg
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In die andere Richtung
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Auch das gehörte zu unserer Reise.
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Süße Sonnenfrüchte
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Die Saale
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Radbegeisterte Kerle

Mein Fazit:

  • Man braucht kein Trekkingrad für einen Fahrradurlaub, aber definitiv ausreichend Flickzeug.
  • Eine Reise mit dem Fahrrad, die Bewegung an der frischen Luft, weckt alle Sinne. Es ist eine intensive Erfahrung für uns alle gewesen.
  • In der Stille der Natur mit einem Blick auf eine weite sonnendurchflutete Landschaft war ich wieder ganz nah bei mir selbst. Das Wispern meiner Seele war in manchen Momenten die kraftvollste Stimme, die ich vernommen habe.
  • Zeit in der Natur zu verbringen, half mir, im Einklang mit mir selbst zu sein.

Ich schließe passender Weise heute mit folgendem Zitat:

Der Weg ist das Ziel. (Konfuzius)

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Habt es gut miteinander!

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