Lieblingskinderbuch der Woche: „Zum Glück gibt’s Freunde“

Unser Lieblingskinderbuch der Woche ist „Zum Glück gibt’s Freunde“ von Helme Heine. Auch dieses Buch ist wieder ein Sammelband, welcher die Abenteuer „Freunde“, „Der Rennwagen“, „Der Wecker“, „Der Besuch“, „Johnny Mausers Tagebuch“ und „Mullewapp“ vereint. Erschienen ist das Buch im Gulliver Verlag (Beltz & Gelberg).

Was ich an den Mullewapp-Geschichten mag, ist der feine Humor von Helme Heine und seine sehr liebevolle Art zu erzählen. Auch die Illustrationen sind wunderschön. Helme Heine versteht es, in mir eine gewisse Leichtigkeit und Ruhe beim Vorlesen hochsteigen zu lassen. Die Texte sind unaufgeregt, aber vergnüglich.

helme

Alle Erzählungen handeln von Johnny Mauser, Franz von Hahn und dem dicken Waldemar, dem Schwein. Sie wohnen auf dem Bauernhof Mullewapp („Mullewapp ist groß, so groß, dass er Platz hat für alle. Mullewapp ist klein, so klein, dass er selbst im kleinsten Herzen Platz findet.“, Helme Heine). Zusammen erleben die drei allerhand Abenteuer, von denen mein Großer nicht genug bekommt, so dass es oft heißt: „Nur eine noch! Biiiiiiiiiiiiitte!“ Meistens lasse ich mich gern überreden.

Meine liebste Geschichte ist „Der Besuch“. Der dicke Waldemar muss baden und er muss sich gut benehmen, denn er wird von der Schäfchendame Wolke besucht. Waldemar hat darauf nicht so richtig Lust und als er mit Wolke auch noch Blumen pflücken soll, wird er mürrisch, denn Blumenpflücken, das hat Waldemar noch nie gemacht. Er geniert sich und schaut sich ängstlich um, ob ihn dabei auch niemand beobachtet. Seine Stimmung kippt, als ihm Wolke ihren Blumenstrauß überreicht. Da bekommt er rote Backen und freut sich. Waldemar und Wolke verleben einen tollen Tag miteinander und treffen schließlich auch auf Waldemars Freunde Franz und Johnny, die Wolke ebenfalls ins Herz schließen.

Das Schöne an der Geschichte ist zum einen, dass Waldemar sich überwindet etwas Neues auszuprobieren und entdeckt, wie viel Spaß man haben kann, wenn man über seinen Schatten springt. Zum anderen berührte mich, dass sich Waldemars Freunde anfangs skeptisch gegenüber seiner neuen Freundin Wolke äußern und wohl auch etwas eifersüchtig sind, sie dann aber doch in ihre Gruppe integrieren. Wolkes Liebenswürdigkeit ist daran nicht ganz unschuldig. Die Botschaft, die ich aus der Geschichte ganz klar mitnehmen möchte, ist die, dass die Liebe nicht nur Ängste überwindet, sondern auch die Herzen öffnet.

Abschließend denkt dran: „Willst du kostenlosen Kuchen, musst du einen Freund besuchen. Pflückst ihm noch ein Blümelein, freundlich lädt er dich dann ein.“ (Helme Heine)

Habt es schön miteinander!

 

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